Mittwoch, März 08, 2006

Na toll.

Eigentlich hätte ich morgen meinen letzten Unterrichtsbesuch vor der Prüfung. Jetzt hat mich aber meine Lehrbeauftragte angerufen und mir wegen Grippe abgesagt. Das heißt also, ich hab den 10-seitigen Unterrichtsentwurf für die Katz geschrieben. Stundenlanges Geschreibsel also umsonst. Als ob ich sonst nichts zu tun hätte. Zu allem Überdruss ham wir sogar den Stundenplan völlig durcheinandergeschmissen, weil die werte Tante nur zu einer bestimmten Zeit kommen konnte. der einzige Termin vor den Prüfungen, an dem sie noch Zeit hat, ist nächsten Mittwoch. Ich hätte da eigentlich frei...
Um diesen Ärger runterzuspülen, bin ich dann erstmal mit zwei Mädels in eine wirklich sehr nette Kneipe in der Freiburger Altstadt gegangen. Mehlwaage - empfehlenswert. Schlichter Chic.
Am Samstag heiraten Nadja und Mike - freu mich schon auf eine weitere Freakhochzeit! Ham heute ein Lied geprobt, das nur aus der Feder eines Jesus Freaks stammen kann...

Sonntag, März 05, 2006

Odysee erfolgreich beendet!

Schneechaos pur. 3 Mal innerhalb von 6 Stunden Berge von Schnee vom Auto geschaufelt. Mehr als eine Stunde benötigt, um zum Penny und zurück zu kommen. Reine Fahrzeit. Abends auf ne Einweihungsfete im Zentrum gerutscht. Danach 3 Leute heimgefahren und im Schnee steckengeblieben. Anschieben lassen. An roten Ampeln vergeblich die Haltelinie gesucht. Mit 25 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit nach 50 Minuten wohlbehalten und etwas entnervt daheim angekommen. Draußen schneit es noch immer. Und morgen soll's so weitergehen. Ist ein Ende in Sicht?!

Donnerstag, März 02, 2006

Wenn der Sommer auf sich warten lässt, ....



.... dann holt man ihn sich eben ins Wohnzimmer. War lecker, die fiesta mexicana.

Mittwoch, März 01, 2006

Weiße Pracht

Eigentlich mag ich Schnee. Gerne sogar. Seit vielen vielen Jahren hab ich mich das erste Mal nicht über einen schneearmen Winter beklagt. Aber irgendwann reicht's! Bin vor etwa gefühlten 5 Minuten aufgestanden und der erste Blick aus dem Fenster: Schnee. Und das auch noch reichlich. Der Gedanke nach dem ersten Blick: dieses schöne Weiß ist kalt. Zweiter Gedanke: Ich muss nachher nach Offenburg und von dort über winzigste und bestimmt ungeräumte Landsträßchen nach Gengenbach. Und in Gengenbach einen in ungeräumtem Zustand sicher nicht bezwingbaren Berg hochfahren. Na, Prost Mahlzeit. Der Tag beginnt verheißungsvoll ;-)
Wann wird's mal wieder richtig Sommer?

Montag, Februar 27, 2006

Aha...

Your Hawaiian Name is:

Hokulani Lani

Mittwoch, Februar 22, 2006

Prüfer vs. Prüfling

Letzte Woche stand ich auf der einen, heute auf der anderen Seite. Seit einigen Jahren besteht der Hauptschulabschluss nicht nur aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen, sondern nebenbei müssen die Schüler in Gruppen Projekte organisieren und dann präsentieren. Von Donnerstag bis Dienstag wurde in allen Gruppen geackert, bis die Köpfe rauchten. Ganz ehrlich - ich war völlig baff, was "meine" Schüler da alles auf die Beine gestellt haben, wie sie mit Stress umgegangen sind und wie sie sich gegenseitig geholfen haben. Einfach vorbildlich. Diese Leistung wurde heute noch abgerundet durch eine gelungene Präsentation und eine sehr realistische Selbsteinschätzung. Ergebnis: schlechteste Note in dieser Gruppe: 1,8. Herzlichen Glückwunsch!
Hab heute morgen die letzten Prüfungsunterlagen weggeschickt und gerade erfahren, dass ich dazu ein Formular hätte ausfüllen müssen. Tja, da die Unterlagen am Freitag auf diversen Schreibtischen liegen müssen, werd ich mich wohl nochmal in die Schule begeben und alles nochmal ausfülllen und kopieren. Chaos muss eben bestraft werden... Danach beginnen dann endlich meine Ferien.

Samstag, Februar 18, 2006

Gediegen essen gehen

Jetzt wo die Prüfung vorbei ist und das Wochenende winkt, hab ich es mir gegönnt, mit zwei guten Freunden essen zu gehen. Richtig schick und nobel in ein indisches Restaurant, das vor 6 Jahren eine Auszeichnung als eines der besten ausländischen Restaurants Deutschlands bekam. Indisches Essen ist absolut empfehlenswert!
Davor haben wir einen kurzen Abstecher ins Migrantenwohnheim gemacht, um alte Kontakte wieder zu festigen. Seit etwa einem Jahr arbeite ich in einem Hauskreis für Ausländer mit, der vor allem für ausländische Nichtchristen die Türen öffnet. Jeden Dienstag sind wir ein kunterbunter internationaler Haufen mit Leuten aus fast allen Kontinenten. Einige dieser Leute leben als Asylsuchende eben in einem dieser Asyl-/ Migrantenwohnheime und freuen sich immer riesig, wenn wir kommen. Bisher hab ich nirgends eine solche Gastfreundschaft erlebt wie dort. Kurz gesagt: keiner hat was und jeder gibt. Heute haben wir eine türkische Familie angetroffen und einen jungen Mann aus Sri Lanka. Bei beiden gab's Kekse und seeeeehr leckeren Chai. Hmmm, mit Ingwer. Nebenbei haben wir noch versucht, einen völlig zerfledderten Laptop zu retten - leider ohne Erfolg. Nächstenliebe ganz praktisch.
Morgen ist endlich mal wieder ein ganz freier Tag. In den letzten Wochen war das eine Rarität und ich werde es sehr genießen, einmal NICHTS zu tun. Fast schon Ferienfeeling. Und ab Mittwoch dann richtig und ganz real.

Donnerstag, Februar 16, 2006

Nur ein blaues Auge

Tja, ein blaues Auge hab ich abbekommen. Und dann auch noch das Auge, das mir weniger verletzlich schien... Aber sei's drum. Die Präsentation hab ich knapp und glücklich mit ner 4 bestanden (nein, dessen rühme ich mich nicht...) und das pädagogische Kolloquium sehr glücklich mit ner 2. Jetzt lehn ich mich erstmal etwas zurück, und dann: auf in die nächste Runde.

Mittwoch, Februar 15, 2006

Morgen...

Es ist echt erstaunlich, dass es mein Körper regelmäßig schafft, vor Prüfungen krank zu werden. Bin heute morgen mit Halsschmerzen und dickem Kopf aufgewacht, und die Magengeschichte ist auch nicht ausgestanden. Morgen ist ein weiterer großer Tag, an dem ich FIT sein muss. Sonst geht's mir noch so wie ner Freundin, die gerade sehr deprimiert aus dieser Prüfung rausging. Naja, vor der Schulrechtsprüfung war ich auch etwas krank und es lief besser als erwartet. Vielleicht soll's ja so sein. Wer weiß. Wär schön, wenn ihr im Gebet ein bisschen an mich denken könntet - ich brauch euch!

Montag, Februar 13, 2006

Hab da ein kleines Problem...

Naja, es sind eigentlich zwei Probleme ganz unterschiedlicher Art: erst war meine Präsentation etwa 8 Minuten zu kurz, jetzt ist sie 4 Minuten zu lang und ich finde absolut nichts, was ich kürzen könnte. Bis Donnerstag 14h muss das Ding stehen und in 20 Minuten zu halten sein ohne Hetze und dergleichen. Das zweite Problem spielt sich in meinem Darm ab - kann es mir momentan nicht vorstellen, am Donnerstag etwa 90 Minuten lang (während den beiden Prüfungen) nicht aufs Klo gehen zu können... Könnte wohl in die Hose gehen ;-)

Sonntag, Februar 12, 2006

Immer wieder sonntags...

...kommt der Gottesdienst und mit ihm die Erinnerung daran, dass ich die Woche über mal wieder "Ferien vom Christsein" gemacht habe. Es ist nicht so, dass ich nur sonntags Christ bin - ich bin das schon überzeugt und auch jeden Tag, aber manchmal kommt es mir so vor, als ob ich unter Woche nur von dem lebe, was ich sonntags an Kraft usw. getankt habe. Man könnte sich mein Leben als 2 Eimer vorstellen. Beide Eimer bringe ich sonntags mit in den Gottesdienst, den einen, um ihn auffüllen zu lassen mit Liebe, Kraft, Verständnis, Zuspruch, weiches Herz, Ehrlichkeit, Annahme usw. Eben mit allem, was ich so brauche. Den anderen nehme ich mit, um ihn Gott vor die Füße zu stellen. Da sind dann meine Ängste drin, meine Sorgen und Zweifel, mein Missmut, meine Gleichgültigkeit, meine Lügen. Alles DInge, die mir während der Woche zur Last geworden sind. Oft ist es so, dass ich darunter drohe zusammenzubrechen. Aber zum Glück kommt ja dann bald der nächste Sonntag, an dem ich alles wieder loswerden kann.
Nach ein paar Jahren Christsein sollte ich mittlerweile eigentlich wissen, dass Gott nicht nur am Sonntag für mich und meinen "Müll" da ist, sondern zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ich kann ihn meinen "schlimmen" Eimer IMMER hinstellen und ihn leeren lassen. Und gleichzeitig kann ich auch den "lieben" Eimer auffüllen lassen. Auffüllen bis zum Überquillen. Warum nur mache ich diesen "lieben" Eimer erst immer so leer, dass man bis auf den Grund schauen kann und warum lasse ich den "schlimmen" Eimer sich immer bis zum Rand füllen, bis ich damit zum Vater gehe? Ich verstehe mich dabei irgendwie nicht... Dabei ist die Rechnung doch eine ganz einfache: mehr intime Zeit mit Gott unter der Woche = weniger Lasten, die ich mit mir rumtragen muss = unbeschwerteres Leben. Geheimrezept?!

Donnerstag, Februar 09, 2006

Gibt's doch gar nicht...

Es ist einfach unglaublich! Meine Sechstklässler haben mich heute wirklich zutiefst erstaunt. Waren die letzten GEÜBTEN Diktate wirklich immer unter aller S..., so haben sie sich heute bei einem UNGEÜBTEN Diktat selbst übertroffen. Auch eine strenge Bewertung konnte gegen eine 2,5 als schlechteste Note nichts ausrichten. Schnitt 1,7. Sind meine Schüler über Nacht besonders schlau geworden? War mein Unterricht sooo umwerfend und überzeugend? Oder waren Spickzettel im Spiel? Sagt's mir, Leute - ich bin völlig geplättet! Das Übel an der Sache ist, dass ich jetzt Kuchen backen muss... Hab anfang des Schuljahres am Rande geistiger Umnachtung die Ankündigung gemacht, dass es bei einem Schnitt von 2,0 oder besser was zu Naschen gibt. Also große Motivation und ein tiefer Schnitt ins eigene Fleisch ;-)

Mittwoch, Februar 08, 2006

Chaotischer Freund - freundlicher Chaot

So in etwa kann man einen guten Kumpel von mir beschreiben, dem ich heute nacht beim Umziehen geholfen habe. So einen unstrukturierten Umzug hab ich glaub noch nie erlebt... Unstrukturiert, unorganisiert und ungemein nett. Etwa 5 Stunden vor seiner Abreise in südamerkanische Landen war dann die letzte Kiste in der neuen Bleibe verstaut und nur das Reisegepäck noch nicht bereit. Das hat er dann allerdings (hoffentlich!!) alleine geregelt bekommen... Gegen 2.00h war bei mir Sense und Zeit fürs Bett. Während ich mich heute am Spätvormittag genüsslich an den Frühstückstisch setzte, fragte sich der werte Herr bestimmt schon, ob er überhaupt noch mal in seinem Leben irgendwo genüsslich sitzen kann... Mit dem Bus nach Basel, von dort aus mit dem Flieger nach Madrid und weiter nach Argentinien oder Paraguay oder Brasilien (vergessen, welche Reihenfolge es war) - da kann einem der Hintern schon ganz dolle wehtun...
Manu, falls du das hier liest: bitte nicht schimpfen, wenn ich dich hier als unkoordinierten CHaoten hinstelle - ich mag dich trotzdem und wünsch dir ne supertolle Zeit "daheim"!

Sonntag, Februar 05, 2006

Nachtrag


Irgendwie ist mir das bisher durch die Lappen gegangen mit dem Autofoto. Und der Waschtag liegt in diesem Fall wohl auch schon länger zurück...

Donnerstag, Februar 02, 2006

Geistesblitz

Einen solchen hatte ich heute. Dieses Gefühl war richtig erhebend! Mitten in der Notenkonferenz kam mir die Erleuchtung, wie ich meine Präsentationsprüfung in 2 Wochen sinnvoll gliedern könnte. An diesem Aufbau laboriere ich nun seit mehr als 2 Wochen herum und hatte schon die Befürchtung, es könnte in einem Desaster enden. Nun hat sich das Dunkel merklich gelichtet, und durch den Nebel hindurch kann ich fast schon ein bisschen Land erblicken. Der Anfang ist also gemacht, die Basis gelegt. Jetzt fehlt's nur noch an weiteren Geistesblitzen, die mir die vollkommene Erleuchtung bringen ;-)

Sonntag, Januar 29, 2006

1er-WG

Guten Morgen allerseits. Nachdem ich die letzten 7 Wochen sozusagen zum WG-Menschen umfunktioniert worden bin, darf ich ab morgen abend wieder alleine in meinem Domizil residieren. Auf der einen Seite stimmt mich das schon etwas traurig - es hat einfach was, nach der Arbeit von jemandem begrüßt zu werden, sonntags gemeinsam zu frühstücken und immer einen um sich herumzuhaben, den man nach Lust und Laune durchkitzeln kann. Und das auch noch ohne Widerstand, weil er einfach zu kitzlig ist, als dass er sich noch wehren könnte. Auf der anderen Seite war es auch ziemlich anstrengend mit dem werten Herrn, weil er manchmal die "nächtliche Distanz" nicht so recht einhalten wollte, weil er immer nur "egal" sagt, wenn man ihn nach seinen Wünschen fragt, weil er beim EInkaufen völlig unbrauchbar ist und eigentlich nur im Weg rumsteht und eben mal wieder "egal" sagt, wenn man fragt, was er denn gerne essen würde. Nach seinen Kochwünschen hab ich nach dem ersten Versuch gar nicht mehr gefragt - der Fleischkäse damals wurde nämlich nach der Aufforderung, ihn bitte zu drehen, schön im Kreis bewegt und somit ziemlich einseitig schwarz gefärbt. Warum es bei dieser Aktion die ganze Wohnung eingeräuchert hat, ist ihm bis heute ein Rätsel ;-)
So. Jetzt reicht's aber. Will ihn hier schließlich nicht bloßstellen. Letztlich war es doch eine sehr schöne Zeit. Und eine lehrreiche dazu.
Morgen gleich nacvh der Schule geht's dann ab nach Frankfurt. Hoffentlich sind seine Koffer bis morgen mittag gepackt, sonst bleibt er noch ne Weile hier... In diesem Sinne: adíos, amigos!

Donnerstag, Januar 19, 2006

Vom Feiern.

Dummerweise hab ich jetzt die Bibelstelle nicht parat, die so wunderbar passen würde... Meine Bibel liegt daheim und ich selber bin in der Schule. Jedenfalls steht in einem Psalm, dass es in Gottes Stadt "fein lustig" zugehen soll mit fröhlichen Feiern. Das nehme ich wörtlich und feiere deshalb am Samstag Geburtstag. Ich wünsche mir, dass jeder ein kleines Geschenk mit nach Hause nehmen kann und nicht nur ich. Darum machen wir ein kleines Spiel, das da heißt "Schrottwichteln" oder auch "White elephant". Jeder der kommt, sollte deshalb etwas mitbringen, das er schon längst einmal loswerden wollte und von seinem schlechten Gewissen daran gehindert wurde, es zu entsorgen. Dieses Etwas sollte atremberaubend schön verpackt sein, sodass sich jeder darum reißen wird. Spielregeln werden dann am Samstag bekanntgegeben.
Nochmal in Kürze: Samstag, ab 20h, Kram mitbringen. Adresse und Anfahrt auf Anfrage.
Übernachten ist kein Problem, aber bitte vorher anmelden.

Sonntag, Januar 15, 2006

Allianz - und wir sind dabei!

Bis vor ein paar Monaten hab ich das Wort "Allianz" nur mit Glaubensfruchtträgern und einer bestimmten Bananenschalen-Versicherung zusammenbringen können. Vor ein paar Monaten wurden wir JesusFreaks von der Freiburger Allianz darauf angesprochen, ob wir nicht in den erlauchten Kreis eintreten wollen. Das heißt, ob wir nicht Interesse daran hätten, gemeinsam mit Gemeinden wie der FeG, der Liebenzeller Mission, diversen charismatischen Freikirchen, den Methos usw. zusammenarbeiten wollen. Seit einigen Wochen nun ziehen wir mit diesen Gemeinden zumindest dort an einem Strang, wo es um Gebet für die Stadt geht. Durch die unterschiedlichen Gemeinden und Gruppen konnten alle möglichen Szenen und Altersgruppen abgedeckt werden, nur für Punks und dergleichen fand sich niemand. Wir Freaks sind für die Arbeitz mit solchen leuten glaube ich prädestiniert, und so machen wir seit einigen Wochen tatsächlich bei diesem Verein mit.
Heute war der Abschlussgottesdienst der Allianzgebetswoche. Angi und ich waren die einzigen Vertreter der Freaks, den anderen war 10h sicherlich zu früh... Ganz ehrlich, Leute: an diese Gottesdienstform mit so starren Zeiten will ich mich nicht mehr gewöhnen müssen! 2 Stunden waren angesetzt, und nach 2 Stunden war der Godi vorbei. Die Krönung war der Chor der deutsch-russischen Gemeinde... Gibt es tatsächlich Gospel im 3/4Takt?! Jetzt hört sich bestimmt alles so negativ an, aber das soll es gar nicht. Dafür, dass das Durchschnittsalter deutlich über dem meiner Gemeinde lag, war es wirklich gut und hoffentlich auch fruchtbringend.
Fruchtbringend sollte auch die folgende Stunde sein, da muss nämlich der Unterrichtsentwurf für den Besuch am Dienstag fertigwerden. Vielleicht kann mir mal einer auf die Sprünge helfen, welche Zukunftsbedeutung der Prophet Mohammed im Leben meiner Schüler hat.

Montag, Januar 09, 2006

Alles hat ein Ende

Auch die Ferien gehen leider nicht ewig. Wobei - als Schüler hab ich mich nach 6 Wochen Sommerferien eigentlich immer auf die Schule gefreut, dann war wenigstens wieder was los. Auf diese Action hätte ich dieses Mal allerdings gern noch ein paar Tage verzichtet. Im Gegensatz zu mir hatten die Schüler wohl sehr entspannte Ferien und leiden jetzt an überschüssiger Energie... Ab morgen zieh ich dann andere Saiten auf, dann ändert sich das schnell mit dem Energieüberschuss ;-) Es ist wirklich immer wieder erschreckend, wie schnell man wieder "drin" ist im Schulalltag. Ganz von der Schule verabschieden konnte ich mich in den Ferien zwar nicht, weil ich meine Projektarbeit schreiben musste, aber dass es gaaaaanz so schnell geht, bringt mich ins Nachdenken.
Hab Antonio heute in sein erstes großes, allein zu bewältigendes Deutschlandabenteuer gesteckt. Im letzten Monat, den er hier verbringt, möchte er einen deutschkurs für umme besuchen, der heute begann. Da ich nicht andauernd ins Zentrum fahren kann, hab ich ihn heute kurzerhand in den Bus gesetzt und einem Freund Bescheid gegeben, dass er ihn bitte abholen soll. Hat alles geklappt. Mir ist echt ein bisschen die Pumpe gegangen - ein Paraguayo mit kaum Deutschkenntnissen alleine im fremden Badnerland... Hätte durchaus auch schiefgehen können. Später treffen wir uns dann in der Stadt, um die neuen deutschen Errungenschaften zu begießen. Hoffentlich schaffen wir es irgendwann, die Uhrzeiten und Begrüßungsfloskeln hinter uns zu lassen ;-)

Dienstag, Januar 03, 2006

Wegen Überfüllung geschlossen...

Das galt bis gestern für meinen Magen. Nach 3 Tagen Daueressen war einfach Schluss. Am 30.12.05 sind wir zu Freunden nach Darmstadt gefahren, die wiederum Freunde haben, mit denen wir dann den Jahreswechsel verbrachten. Da die Hälfte aller Beteiligten Paraguayos waren, wurde aus einer ganz normalen Silvesternacht plötzlich ein paraguayisches Festessen. Neben Hähnchen, Milanesa (gaaaanz dünne Schnitzelchen), chipaguasu (Maiskuchen), diversen Salaten usw. gab es zum Nachtisch dann noch Tiramisu. Und alles in rauhen Mengen. So rauh, dass wir bis zum 2. Januar davon aßen ;-) Ich fühlte mich so, als ob ich mich nur noch von einem Fleck zum anderen rollen könnte. Gott sei Dank ist dann aber doch nur das Auto gerollt (Waschtag verschoben), und zwar Richtung Heimat. Nach x Jahren A5-Erfahrung hab ich es gestern tatsächlich geschafft, mich zu verfahren. Einfach unglaublich! Antonio wollte die Autobahnkirche beim Rasthof Baden-Baden anschauen, weil es in PY sowas nicht gibt (es gibt ja auch keine Autobahnen). Danach schwupps wieder rauf auf die Autobahn, ohne groß zu überlegen, wo ich hinmuss - kenn mich schließlich aus. Kurz vor Karlsruhe fragte ich mich dann immer häufiger, warum statt Basel immer nur Frankfurt auf den Schildern stand... Karlsruhe-Mitte war dann Wendepunkt und mit 100km mehr im Gepäck sind wir dann tatsächlich noch gut in Freiburg angekommen. Nach dieser kleinen Odyssee bleibt mir jetzt nur noch, euch allen ein gesegnetes 2006 zu wünschen und alles, was man sonst noch wünscht.

Montag, Dezember 26, 2005

Eingetauscht

Schweren Herzens hab ich mich nun doch von meinem rosa Caddy getrennt... Nein, mal im Ernst: nachdem ich die zwei Wochen vor Weihnachten nur über 3 1/2 Gänge verfügen konnte, weil sich der fünfte komplett verabschiedet hatte und der vierte nur drin blieb, wenn man ihn festhielt, hab ich mir zu Weihnachten ein neues Auto geschenkt. Es war nicht ganz leicht, das langjährige familienmitglied "Krümel" einfach so dem Autofriedhof zu überlassen, aber was soll ich mit nem halben Auto?! Nun bin ich stolzer Besitzer eines Golf IV, (fast) 6 Jahre alt (hat mit mir zusammen Geburtstag), 60000km. Fährt sich sehr gut und vor allem schneller als vorher. Foto kommt nach der nächsten Waschaktion - Badetag ist immer Samstag ;-)
Ach ja, die Zweisamkeit mit meinem Paraguayo ist immer noch schön, allerdings mittlerweile nur noch auf rein freundschaftlicher Basis. Konnten beide noch rechtzeitig die Notbremse ziehen. Mathop, erinnerst du dich noch an beispielsweise die Kissen- und Kitzelschlacht in Brechfurt? So ähnlich läuft das jetzt hier auch ab und es ist wirklich sehr schön. Heute waren wir mit der neuen Karre im Schnee - für den Paraguayo der erste richtige Schnee in seinem Leben. Ihr hättet das echt sehen sollen, wir er wie ein kleines Kind in der weißen Pracht herumgetollt ist! Einfach herrlich!

Sonntag, Dezember 18, 2005

Für Neugierige...

In aller Kürze: "Mein" Paraguay ist gut angekommen, wir genießen die Zeit zu zweit, wobei das auch ganz schön anstrengend sein kann, wenn man`s nicht gewöhnt ist... Letzte Woche hab ich mir für die Schule eine Kumquats-Bauchrednerpuppe gekauft. Die bringt Antonio jetzt deutsch bei und kann schon ganz gute Erfolge verzeichnen. Wer's selber hören will, der komme vorbei. Soviel für heute. Einen schönen Sonntag noch.

Dienstag, Dezember 06, 2005

Doch kein verhinderts Käpsele

Das mulmige Gefühl heute vor der Prüfung hätte ich mir sparen können... Es hat sich nämlich in ein Glücksgefühl verwandelt, das jetzt erstmal begossen werden muss! Zum Feiern der 1,5 geht's jetzt erst in die PH zum Adventscafé mit Glühwein, danach wird der Sekt geköpft. In diesem Sinne: Zum Wohl!

Montag, Dezember 05, 2005

Das Gebet für die Kranken

"Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist." (Jakobus, 5, 15+16) Das hab ich heute erlebt. Ich war krank, hab für mich beten lassen und bin wieder gesund. Gott ist gut! Und morgen dann die Prüfung.

Sonntag, Dezember 04, 2005

Kranke Prüfung :-(

Seit heute Nacht hänge ich in den Seilen. Was ich für unausgeschlafen gehalten hatte, entpuppte sich heute Nacht zu einer kleinen fiebrigen Erkältung. Meine Nebenhöhlen fühlen sich ganz merkwürdig an und auch meine Stimme kommt mir ganz fremd vor... Bin das wirklich ICH??! Wie Storch in seinem Blog vor Kurzem schon erwähnte, tut es manchmal ganz gut, ein bisschen krank zu sein. Man wird von allen umsorgt, bemuttert usw. Aber ob meine Prüfer am Dienstag nachmittag bei der Schulrechtsprüfung zum 2. Staatsexamen da mitspielen, ist eine andere Frage. Mit großer Wahrscheinlichkeit weden sie darauf keine Rücksicht nehmen. Bin also mal wieder auf Gebet angewiesen ;-) Danke schonmal im Voraus!

Dienstag, November 29, 2005

Freitag, November 25, 2005

Geschafft!

Gott sei Dank war heute der letzte Werktag dieser Woche! Entspannung pur ist zwar nicht angesagt, aber wenigstens macht die Schule zwei Tage Pause. Nach sechs Unterrichtsstunden hab ich mich gleich auf den Weg gemacht, um mit zwei Freundinnen für die Schulrechtsprüfung zu lernen. Das Ergebnis ist sogar zufriedenstellend - letztes Mal haben wir mehr gequasselt als gelernt. Heute haben Druck und Disziplin gesiegt. Wir haben tatsächlich 4 Stunden hart gebüffelt und mit Erschrecken festgestellt, wie umfangreich das Gebiet doch ist. Uns bleibt nur darauf zu vertrauen, dass unser Prüfer sich an sein Versprechen hält, uns nicht so zu prüfen, als ob wir Schulrechtsexperten werden sollten.
Morgen werd ich das erste Mal seit Langem wieder mal ausschlafen. Brauch schließlich Kraft für den anstehenden Lerntag. Für Sonntag hat sich die liebe Tweetie dazu bereiterklärt, für mich Prüfer zu spielen. Da darf ich mich nicht blamieren ;-)
Ich würd euch gerne mal was anderes erzählen als andauernd nur Ref, Ref, Ref. Aber es gibt nichts Interessantes. Naja, als ob das Refgeschehen so interessant wäre... In gut drei Wochen sind Ferien, da gibt's dann sicherlich wieder etwas Spannenderes zu berichten. Aber bis dahin?! Lehreralltag eben.

Sonntag, November 20, 2005

Heute war ein schöner Tag!

Wie gut, dass ich heute schon früh aufgestanden bin! Sonst leb ich sonntags einfach so in den Tag rein, bis dann die Zeit für den Gottesdienst gekommen ist. Heute war das anders: Von 8-10h hab ich gelernt und Unterricht vorbereitet (kam gestern nicht dazu...), dann wurde der Putzlappen samt Besen geschwungen. Hat alles wirklich Spaß gemacht. An was das liegt? Diese plötzliche Putzfreude... Gegen halb eins kam mein Papa vorbei. Ein bisschen Bammel hatte ich schon davor, weil das Thema "Eltern" für mich immernoch nicht gegessen ist. Aber wir ham gar nicht darüber gesprochen, sondern einfach über alles Mögliche gequatscht. Hat sehr gutgetan, einfach mal normal miteinander umzugehen! Erst wurde ich zum Essen ausgeführt, dann haben wir Reifen gewechselt und zu guter Letzt (wie schreibt man das?) haben wir zu zweit noch Mandarinen und Bälle jongliert. Und uns ziemlich häufig gebückt ;-)
Abgerundet wurde dieser schöne Tag mit einer Predigt, die mich sehr oft zum Lachen brachte - es ging darum, wie Männer sind. Als Vergleiche wurden einige u.a. Figuren der Simpsons herangezogen. Wirklich sehr amüsant. herauskam, dass Männer Abenteurer, Entdecker, kleine Protze, Kämpfer usw sind und das auch ruhig sein sollen, wenn sie damit das richtige Ziel verfolgen. Nehmt's euch zu Herzen, Jungs!

Sonntag, November 13, 2005

Ein paar Zeilen

müssen jetzt mal wieder drin sein. Schließlich ist schon wieder einige Zeit ins Land gegangen, seit ich das letzte Mal was geschrieben habe. Tja, viel Neues gibt's eigentlich nicht. Wie sonst auch in den letzten Wochen und Monaten nimmt mich das Referendariat voll ein. Für andere Aktivitäten bleibt kaum Zeit. Mittlerweile wurde mir das Datum meiner ersten Prüfung zum zweiten Staatsexamen mitgeteilt. Am 6. Dezember wird's dann ernst - mündliche Schulrechtsprüfung. In den Herbstferien konnte ich mich schon etwas darauf vorbereiten, aber seither mussten die Vorbereitungen wegen Schule auf Eis gelegt werden. Mal sehen, wie ich den ganzen trockenen Rechtskram noch in mein Hirn bringe. 4 Tage nach dieser Prüfung kommt nun definitiv mein ersehnter Besuch aus Paraguay. Diesbezüglich gab es einigen Hickhack mit seinem Reisepass, den man in Paraguy im Normalfall mindestens ein Jahr im Voraus beantragen muss. In unserem Fall hat das ganze jetzt doch nur 8 Wochen gedauert, ganz ohne Schmiergeld und anderen Illegalitäten - Vertrauen auf Gott lohnt sich! Seit diese Sache unter Dach und Fach ist, kann ich auch wieder lachen. In den letzten Wochen war's mir nur sehr selten danach und ich bin sehr dankbar, mich wieder freuen zu können!
Gestern hatten wir Regiotreffen aller JesusFreaks im Wilden Süden. Mit ca. 50 Leuten haben wir uns über das werte Befinden unserer Gemeinden ausgetauscht, füreinander gebetet usw. So wie es aussieht, können wir uns als Freiburger Freaks nicht beklagen. Dass es uns im Moment gutgeht, haben wir auch so bemerkt, wir sind eine EInheit, stehen zu und hintereinander, wachsen nach allen Seiten und stehen nach einigen turbulenten ZEiten jetzt bildlich gesehen auf einem Hügel, um uns nach neuen Zielen umzusehen und um uns zu orientieren. Im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Region geht's uns sogar sehr gut - von Streitigkeiten, Leiterkreisauflösung, Motivationslosigkeit usw. ist bei uns nix zu merken. Gut so. Wir sind Familie und leben das auch. Es ist wirklich ein Geschenk, eine solche Gemeinde zu haben, eine Gemeinde, die vorwärtsgehen will, die sich nicht immer nach Vergangenem umdreht und alten Zeiten hinterhertrauert.
So. DAs soll's jetzt mal wieder gewesen sein. Vielleicht könnte auch der ein oder andere mal wieder einen kleinen Kommentar hinterlassen, damit ich weiß, dass ich nicht die EInzige bin, die das Geschreibsel hier liest.

Samstag, Oktober 29, 2005

Häppi Börsdee

Auf den Tag genau wurde heute vor einem Jahr dieser Blog ins Leben gerufen. Seine ursprüngliche Aufgabe war es, Daheimgebliebenen von meinen Erlebnissen in Paraguay zu berichten. Das, was ich dort alles erlebt habe, hat mich sehr geprägt - ich merke das immer wieder. Mit etwas gemischten, aber zum großen Teil positiven Gefühlen blicke ich auf diese Zeit zurück. Auch in der Zeit "nach" Paraguay läuft dieses Land und die ERinnerungen wie ein rotes Band durch das letzte Jahr.
Gerade hab ich mal alles überflogen, was in den letzten 12 Monaten alles passiert ist. Zum Teil waren es sehr schöne DInge, ich denke zum Beispiel an Urlaube, Freakstock, meinen Geburtstag im Januar bei 40 Grad. Andererseits gab es aber auch Rückschläge einzustecken, Nachrichten, die mich zutiefst schockierten, mich schier zur Verzweiflung trieben.
Gestern hab ich mit ner Freundin den Jesusfilm angeschaut. Beim Missionsbefehl ist es mir eiskalt den Rücken runter - Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt! Das hab ich das ganze Jahr über gespürt. Mal mehr, mal weniger. Aber immer.

Dienstag, Oktober 25, 2005

Mittwoch=Mitte der Woche

und morgen sogar ausnahmsweise frei. Ich sag's euch, das ist ein erhebendes Gefühl, mal wieder wie ein Student unter der Woche ausschlafen zu können! Eigentlich hab ich mittwochs immer Pädagogik, aber da unsere Lehrbeauftragten nicht mehr soviele Stunden wie in den letzten Jahren bezahlt bekommen und das irgendwie erst in den letzten Wochen realisiert haben, fällt jetzt andauernd was aus. Auf der einen Seite ist das sehr angenehm (Grund siehe oben: schlafen...), auf der anderen Seite wird's jetzt doch ziemlich eng, den ganzen Stoff in den verbleibenden Veranstaltungen durchzukriegen. Bis zur Prüfung im April finden nur noch 5 Veranstaltungen statt, also nicht gerade üppig.
Eine weitere positive Seite des Ganzen ist, dass ich meine Vorbereitungen für Donnerstag nicht schon heute machen musste, sondern den Abend anders nutzen konnte. Jeden Dienstag findet der International Connection statt. Das ist eine Art Hauskreis für Ausländer, der ihnen die Möglichkeit bietet, Deutsche auch mal von der netten und gastfreundlichen Seite kennenzulernen, die deutsche Kultur kennenzulernen und ganz nebenbei auch etwas von unserem Glauben zu erfahren. Das Ganze findet in einem sehr gemütlichen Atmosphäre in der Gemeindewohnung der Calvary Chapel statt. Heute haben wir ein Bibelquiz gemacht - leider durfte ich nicht gewinnen, weil ich als ehemaliger Theostudent vom Ratekreis etwas ausgeschlossen wurde :-( Aber nichtsdestotrotz war sein sehr netter Abend, den ich jetzt ganz langsam, ohne Schulzeug, ausklingen lassen werde. Das Glas Rotwein und E.T.A. Hoffmanns "Kater Murr" stehen bzw. liegen schon bereit.

Freitag, Oktober 21, 2005

Kinder und Wissenschaft...

Um fürs Referendariat das nötige Testat für Naturwissenschaften zu ergattern, muss man entweder 3 Veranstaltungen in Offenburg absitzen oder aber einen Tag lang mit Kids und Jugendlichen wissenschaftliche Experimente durchführen. Ich hab mich für Zweiteres entschieden und war deshalb heute von 8.30 bis 19h in Rust im EuropaPark. Dort fanden die alljährlichen Science Days statt, eine Veranstaltungen von allen denkbaren Institutionen, die zumindest annähernd etwas mit Kindern bzw. Bildung zu tun haben. Das Experiment meiner Gruppe befasste sich mit der Frage, warum die Sonne an manchen Abenden rot erscheint und an anderen nicht. Nachdem es mir ein Schüler erklärt hatte, hab es auch ich mittlerweile ansatzweise verstanden. Irgendwie hat es wohl etwas damit zu tun, dass das uns als weiß erscheinende Sonnenlicht gebündeltes Licht ist und eigentlich aus den Regenbogenfarben blau, grün, gelb und rot besteht. Rot ist das langwelligste Licht und kann sich deshalb am besten durch die Atmosphäre boxen. Je mehr Schmutzpartikel in der Luft rumschwirren, desto stärker ist die Strahlung. Oder so. Experimentiert haben wir jedenfalls mit einem Aquarium (=Atmosphäre), Wasser (=Luft), einer starken Lampe (=Sonne) und Milch (=Partikel). Bei klarem Wasser ist der Lichtkegel der Lampe weiß bis gelblich. Fügt man einige Tropfen Milch hinzu, erscheint der Lichtkegel immer röter. Kann man die Kinder auch selber machen lassen. Wenn's mir mal jemand genauer erklären könnte ohne Gefachsimpel, könnte ich den Versuch nächstes Mal vielleicht nicht nur durchführen, sondern auch erklären ;-)
Werd jetzt erstmal ein gemütliches Bad nehmen mit ruhiger Musik. Falls dann wieder fit genug noch ein schönes Filmchen und dann ins Bett. Schönen Abend noch.

Sonntag, Oktober 16, 2005

Daheim

war's ziemlich verheult. Das ganze Wochenende schossen mir immer wieder völlig unvorbereitet und vor allem unbestellt Tränen in die Augen, die ich nicht wirklich kontrollieren konnte. Es musste eigentlich nichts passieren, um mich zum Heulen zu bringen. Der Schmerz in mir drin muss wohl noch größer sein, als ich mir vorstellen kann. Bis auf einige Stunden "Auszeit" war ich eigentlich das komplette Wochenende in "Abschiedsstimmung". Erstens Abschied von meiner Oma, die letzten Donnerstag gestorben ist und zweitens, was für mich noch viel schlimmer ist, Abschied von meinem Zuhause nehmen. Mir fällt es besonders schwer, das Zuhause loszulassen, hinter mir zu lassen, in dem ich 20 Jahre lang gelebt habe, in dem ich großgeworden bin, in dem ich alles durchlebt habe, was man sich so vorstellen kann. Vielleicht wäre es gar nicht so schlimm, wenn ich während meiner Kindheit schon einige Male umgezogen wäre und das Vertraute hinter mir lassen musste. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass es einfacher wäre, wenn der Grund ein anderer wäre. Schließlich geht nicht nur mein "räumliches" Zuhause kaputt, sondern gleichzeitig auch mein emotionales, mein Nest, in das ich mich jederzeit flüchten konnte. Meine Familie. Ich weiß, dass das Ende noch lange nicht in Sicht ist. Das macht mir Angst und treibt mich zur Verzweiflung, weil ich jetzt schon nicht mehr kann. Ich fühle mich momentan so wahnsinnig klein und schwach, manchmal auch wie ein Boxsack, der sich nicht gegen die Schläge wehren kann, die er abbekommt. Ich muss gerade alles mit mir und meiner Familie geschehen lassen, außer zuschauen bleibt mir nichts übrig.
Am Samstagabend konnte ich das erste Mal seit Monaten wieder unbeschwert feiern. Einer meiner "alten" Freunde weihte seine neue Wohnung ein, ein Großteil meines alten Freundeskreises war da. So viel gelacht hab ich schon lange nicht mehr. Irgendwann hab ich mal gehört, dass Lachen die beste Medizin ist - da ist wirklich was dran! Auch wenn Lachen nicht gesund macht oder Probleme aus dem Weg räumt, so befreit es doch ungemein und öffnet einem den Blick aus einer anderen Perspektive. Um meine Situation aus der richtigen Perspektive, nämlich der vertrauenden, sehen zu können, muss ich aber glaub noch viel mehr lachen... ;-)

Freitag, Oktober 14, 2005

Schon wieder

ist eine Woche vergangen, seit ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Aber ich weiß ehrlich gesagt wirklich nicht, wann ich vorher etwas hätte schreiben sollen. Momentan sitze ich in der Schule am Lehrercomputer und versuche, mich während der Freistunde einigermaßen wachzuhalten. In letzter Zeit bin ich so müde wie lange nicht mehr. Zu allem Überfluss hab ich mir auch noch ne Erkältung eingefangen, die mich abends nicht einschlafen lässt. Hoffentlich kann ich mich dieses Wochenende ein bisschen zurücklehnen - ich fahre nach Hause, um beim Umzug der Patentante meines Vaters zu helfen und um die neue Wohnung eines alten Freundes einzuweihen. Nebenbei steht auch eine weniger erfreuliche Aufgabe an: meine Oma ist gestern gestorben und ich werde auf der Beerdigung etwas singen. Zumindest werde ich es versuchen. Und auch wenn es da nicht auf Perfektion ankommt, sollte ich mich vorher doch einmal mit der Organistin getroffen haben, um das Stück mit ihr zu proben.
So. Jetzt ist die Pause fast rum und ich werde mir noch einen Kaffee gönnen - vielleicht kann ich meinem Körper ja vorgaukeln, dass er jetzt wieder fit ist ;-)

Freitag, Oktober 07, 2005

Die Zeit rast

Momentan frage ich mich tagtäglich, wo denn bloß die Zeit geblieben ist. Ein schlauer Spruch besagt, dass man nicht zuwenig Zeit hat, sondern sie nur nicht richtig nutzt. Für mich klingt das gerade wie blanker Hohn, sitze ich doch jeden Nachmittag und Abend am Schreibtisch, um Unterricht vorzubereiten, um mir irgendwelche sinnvollen Aufgaben aus den Fingern zu saugen, um mir Gedanken über meinen Unterricht zu machen usw. Ich setze meine Zeit sozusagen nur für das Referendariat ein, alles dreht sich um Schule, Schüler, Lehrer und Seminar. Eigentlich hab ich gar keine Zeit, um Zeit zu verplempern. Aber irgendwie scheine ich doch etwas falsch zu machen - schließlich sollte ja auch noch etwas FreiZEIT drinsein, oder? Wenn mir da jemand einen Tipp geben könnte - ich bin dankbar für alles!
Vorhin hab ich mit einer Kollegin über dieses Zeitproblem gesprochen und sie meinte, dass ich doch jetzt Wochenende hätte und somit genügend Zeit für mich. Denkste - morgen ist Kompaktphase am Seminar. Das heißt, ich werde den kompletten Samstag in Offenburg bei einem Vortrag verbringen. Schöne Aussichten... Auch der heutige Abend ist mit Schulzeugs bereits belegt. Um 19h kommen 2 Mitreferendare und wir planen ein Projekt, das wir bei den Science Days in zwei Wochen im Europapark mit zigtausend Schülern durchführen werden. Es nimmt einfach kein Ende. Bis Weihnachten bin ich sozusagen völlig ausgebucht, die nächsten zwei Wochen bin ich fast jeden Nachmittag in Offenburg im Seminar, an den offenburgfreien Tagen sind Schulkonferenzen.
Ganz nebenbei bin ich aber auch voller Vorfreude auf Dezember. Ihr wisst schon, warum...

Donnerstag, September 29, 2005

2 Wochen später

Jetzt sind tatsächlich schon fast zwei Wochen ins Land gegangen, seit ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Aber ganz ehrlich, ich wüsste nicht, wann ich früher die Zeit dazu gehabt hätte. Für Dinge, die nichts mit dem Referendariat zu tun haben, bleibt einfach so gut wie keine Zeit. Gestern hab ich mich drauf gefreut, heute mal wieder einen entspannten Abend im Hauskreis genießen zu können, und was erfahre ich da? Am Donnerstag, also heute, ist Elternabend in der Hauptschule. Wirklich erfreulich! Mit einer ziemlich negativen Einstellung fuhr ich also vorhin hin - und bin positiv überrascht worden. Das, was ich mir ziemlich anstrengend und auch an den Haaren herbeigezogen vorgestellt hatte, entpuppte sich als ziemlich amüsante und lockere Angelegenheit. Als ich meine Bewertungskriterien vorstellte, starrten mich die Eltern nicht voller Argwohn an (so unter dem Motto "Du würfelst deine Noten doch sowieso..."), sondern sie lächelten mir aufmunternd zu und ermutigten mich sogar dazu, zu noch strengeren Maßnahmen zu greifen, falls die Lütten nicht spuren. Nach 1,5 Stunden war das Ganze über die Bühne, sodass ich jetzt endlich mal Zeit habe, mich wieder um den Blog zu kümmern.
Morgen ist für die nächsten 4 Tage erstmal der letzte Schultag, wie schön, dass der Tag der deutschen EInheit dieses Jahr nicht wieder auf ein Wochenende fällt, sondern auf einen Montag! So hab ich einen Tag länger Zeit, mich auf den Unterrichtsbesuch am Dienstag in Deutsch vorzubereiten. Falls jemand gerade Texte zur Hand hat, die sich mit dem Thema "Wald - früher und heute" beschäftigen, dann wäre ich dankbar, wenn ich sie bekommen könnte.

Freitag, September 16, 2005

Endlich Wochenende

War Schule schon immer so anstrengend? Mir kommt es momentan so vor, als ob die Sommerferien schon mindestens 3 Monate zurückliegen, dabei hat die Schule erst vor einer Woche begonnen... Anscheinend hat der Ernst des Lebens nochmal zugelegt. Nach einer sehr intensiven und arbeitsreichen Woche hat jetzt endlich das Wochenende begonnen. Um eben dieses nicht auch noch komplett mit Unterrichtsvorbereitungen zu verbringen, hab ich heute nachmittag und am Abend nochmal sozusagen eine Doppelschicht eingelegt. Jetzt kann ich zwei relativ entspannten Tagen entgegensehen. Begonnen hat die Erholung mit einem ausgiebigen Badewannenbesuch. Kerzen, Duftöl, schöne Musik und ein gutes Buch können doch Wunder bewirken... Abgewaschen sind anstrengende Unterrichtsstunden, Müdigkeit und verspannter Nacken. Kopf frei für ein relaxtes Wochenende. Jawoll.

Montag, September 12, 2005

Flug...

...gebucht und jetzt noch viiiieeel hibbeliger als vorher... Aber natürlich positiv hibbelig!

Erster Schultag

Heute war der erste Schultag nach den Sommerferien und somit auch der Beginn des zweiten Teils meines Referendariats. Auf dem Weg zur Schule dachte ich, dass ich sicherlich ein paar Tage brauche, um mich wieder in der Schule zurechtzufinden, mich voll aufs Schulleben und dessen Verpflichtungen einzulassen. Aber wie so oft habe ich mich gleich nach ein paar Minuten wieder dran gewöhnt und die Ferien gehören schon jetzt der Vergangenheit an. Bisher hab ich noch nicht viel von Veränderungen erfahren, die mich betreffen. Ab morgen werde ich die Klassen 2 und 4 in Religion und die Klasse 6 in Deutsch unterrichten. In der ersten Woche geht's natürlich noch nicht so heiß her, weshalb ich mich morgen wahrscheinlich auch erstmal aufs Organisatorische beschränke.

Samstag, September 10, 2005

Schule und andere Neuigkeiten

Heute ist Samstag und ich war ziemlich genau 5 Stunden in der Schule. Der Grund für meinen wochenendlichen Schulaufenthalt ist nicht etwa unbändige Sehnsucht nach der Penne, sondern die Gesamtlehrerkonferenz vor Schuljahresbeginn. Das, was ich letzte Woche hinter vorgehaltener Hand erfahren habe, wurde heute ganz offiziell: erstens bekomme ich die Klassen 2 und 4 in Religion, zweitens ist meine Mentorin ab Mitte Dezember wegen Nachwuchs nicht mehr da. Über ersteres freu ich mich sehr, weil ich die eine Klasse letztes Jahr schon unterrichtet habe und den Stoff der anderen Klasse auch schon zum Teil zusammenhabe. Die zweite Sache ist ansich zwar sehr erfreulich, hat für mich aber die Konsequenz, dass ich kurz vorm 2. Staatsexamen noch einen Mentorenwechsel oder gar keinen Mentor mehr habe. Naja, bis Dezember gehen noch ein paar Wochen ins Land, da kann ich mir auch später noch Gedanken drüber machen.
Eine weitere erfreuliche Nachricht hat mich gestern ereilt. Wer diesen Blog verfolgt hat oder mich gut kennt, weiß, dass ich gerne einen Paraguayo nach Deutschland holen möchte. Bisher hat's an allen Ecken und Kanten gefehlt, hauptsächlich an Geld. Weder Paraguayo noch Referendar haben einen Goldscheißer. Aber der Referendar hat wenigstens festangelegtes Geld von früher auf der Bank. Gestern hat der Referendar erfahren, dass er einen Teil des Geldes (viiiiel!!) lockermachen kann, ohne an Zinsen zu verlieren. So wird der Referendar also am Montag nach der Schule erstmal zur Bank dackeln, Geld vom einen aufs andere Konto schieben, sich dann auf den Weg ins Reisebüro machen und dann BUCHEN. Yippie!

Mittwoch, September 07, 2005

Chipaguasu

Dabei handelt es sich um ein paraguayisches Gericht, das ich bis Ende Januar ziemlich regelmäßig zu mir genommen habe. Letztes WE war ich ja in Darmstadt, um neben matthias auch einen paraguayischen Freund zu besuchen. Dessen Frau hab ich dann endlich das Rezept abluchsen können. Heute war der Tag der Wahrheit - Test bestanden. Man muss eigentlich nur Eier, Mais, Mehl, Zwiebeln, Milch und Käse in der Pfanne zusammenmischen und danach ab in den Ofen. Wirklich seeeeehr empfehlenswert! Sogar so empfehlenswert, dass heute abend im International Connection (internationaler Hauskreis) nichts mehr übrigblieb. Nach gemeinsamer Schlemmerei haben wir uns noch die Aufzeichnung vom TV-Duell angeschaut, am Sonntag haben wir's alle verpasst. Keine Sorge, ich werde mich darüber jetzt nicht auslassen, das sollen andere machen.
Vor einigen Tagen hab ich noch über den baldigen Schulbeginn gejammert. Heute hab ich den Berg in Angriff genomen und ich muss feststellen, dass das Erklimmen dieses Berges auch ein bisschen Spaß macht. War etwa 3 Stunden in der Hauptschule, um alte Deutschbücher auszumisten (Pluspunkte sammeln...) und hab mir dabei dann auch meinen zukünftigen Stundenplan angeschaut. Dabei handelt es sich leider nur um die Stunden, die ich in der Hauptschule halten muss - wäre da nicht noch die Grundschule, könnte ich mich relativ entspannt zurücklehnen. Am Samstag ist Gesamtlehrerkonferenz. Da erfahre ich dann auch, ob ich mich auch trotz Grundschule etwas entspannen kann ;-))

Donnerstag, September 01, 2005

So, liebe Leute

Jetzt wird's aber höchste Zeit, dass ich mich wieder etwas um meinen Blog kümmere... Mittlerweile geht's mir auch wieder besser, gut wäre übertrieben. Hab den Eindruck, dass einige Leute für mich gebetet haben - danke! Morgen werd ich mal wieder nach Darmstadt fahren, um einem guten Freund das letzte Geleit zu geben, bevor er in Wuppertal eine Bibelschule beginnt. Tja, Matthias, für die nächsten drei Jahre gibt's morgen das letzte Bier ;-)
Montag in einer Woche geht die Schule wieder los - hab gerade ziemlich Bammel davor, alleine für den Unterricht verantwortlich zu sein. Sicherlich hat das auch gute Seiten - man wird nicht immer beobachtet, muss nicht immer alles so perfekt planen, dass es auch der Rektor sehen kann usw. Aber auf der anderen Seite steckt so viel Arbeit dahinter, ich muss Arbeiten schreiben und korrigieren, evtl. Elterngespräche führen, mich dafür verantworten, was im Unterricht gelaufen ist. Morgen in einer Woche erfahre ich, welche Klassen ich bekomme und soll dann innerhalb eines Tages die Stoffverteilungspläne für alle meine Klassen schreiben... EIn Ding der Unmöglichkeit.

Sonntag, August 28, 2005

Ahhhhh!

Wie kann man nur diese Pseudo-Ami-englisch-Schwätzer-Comments blockieren? Dieses Gelaber nervt... Kann mir jemand helfen?

Donnerstag, August 25, 2005

Berg- und Talfahrt...

Seit ich wieder aus dem Urlaub zurück bin (oder auch schon vor dem Urlaub), mach ich eine gefühlsmäßige Berg- und Talfahrt durch. Muss erstmal wieder klarkommen, dann schreib ich wieder mehr.

Dienstag, August 23, 2005

mehr Fotos



Slowenische Fotos





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Pisswetter und noch mehr Dixies...

Mannomann, bin ich müde! Hab gerade einen 17-Stunden-Autobahn-Marathon hinter mir und schreibe deshalb nur ein paar Zeilen. hab erst den 7,5-Tonner von Großmann&Grünberg in die Nähe von Regensburg gefahren, dann mit meinem Hüpfer noch nach Freiburg. Ein kaputtes Zündkabel, Kübelregen und der dazugehörige Stau haben meine Spritztour durch den deutschen Süden etwas beeinträchtigt, deshalb auch die Mörderzeit...
Slowenien war wie Deutschland auch ein verregnetes Loch, allerdings trotzdem seeeehr schön! Hab vom Land leider nur sehr wenig gesehen, aber das, was ich gesehen habe, lockt schon zum Urlaubmachen! Bei soviel Grün muss sich doch irgendwo ein Regenwald versteckt haben ;-)
Nachdem ich 1,5 Wochen mit 3000 durchgeknallten Jongleuren auf einem winzigen Gelände war, kann ich jetzt auch mit 2,5 Bällen unkoordiniert jonglieren. In den nächsten Tagen mehr. Gute Nacht.

Montag, August 08, 2005

Slowenien

Freakstock ist vorbei und ich bin k.o. Das Thema war "Verknallt in Jesus" - ich muss wirklich sagen, dass ich mich wieder neu in ihn verliebt habe! Trotz mitunter eisigen Temperaturen und ausgiebig Nass von oben hat mein Herz wieder neu Feuer gefangen! Während des Abbaus hab ich mich spontan dazu entschieden, mit G&G nach Slowenien zu fahren, um dort bei einem Jonglagefestival die Hauptbühne mitaufzubauen. Das heißt im Klartext, dass ich 1 Tag schufften muss, dann 1 Woche relaxen kann und zum Abschluss nochmal schaffen. Heute haben wir den ganzen Krempel auf-, um- und abgeladen, morgen geht's von Hamburg aus Richtung Süden, vielleicht mit Übernachtung in der Nähe von Landshut. ETwa 70 Kilometer (bei Maribor) liegt unser Ziel, wie man das schreibt, kann ich nicht sagen... So um den 20.8. werd ich wieder in Freiburg sein und hoffentlich schöne freie Tage an der dreisam verbringen. Bis dahin war das wahrscheinlich der letzte Blog.

Freitag, August 05, 2005

ZDF auf Freakstock

bin gerade auf freakstock, dem größten europäischen Jesusfestival. Am ersten Abend war das ZDF da, um einen kurzen beitrag zu machen. Ihr könt ihn euch unter www.freakstock.de ansehen. Ich bin auch dabei. Liebe Grüße aus Gotha.

Freitag, Juli 29, 2005

Freakstock-Fieber

Obwohl ich seit Mittwoch Ferien habe, komme ich erst jetzt dazu, hier mal wieder etwas zu schreiben... Es ist wirklich erstaunlich, wie man seine Zeit ausfüllen und auch verplempern kann! Eigentlich war ich die ganze Zeit damit beschäftigt, meine Wohnung aufzuräumen, wieder in Unordnung zu bringen und Terere zu trinken. Am Mittwoch war OpenAir-Gottesdienst im Stadtgarten - in der Predigt ging es um Freundschaft zu Gott. Hat gutgetan, mal wieder zu hören, dass Gott mit uns durch dick und dünn geht wie ein guter Freund. Nach dem Gottesdienst saßen wir noch bis morgens um eins auf der Wieser und haben Lobpreis gemacht. Donnerstags hab ich immer Hauskreis. Diese Woche haben wir uns bei mir getroffen, um zusammen "Saved" anzuschauen. Das ist ein amerikanischer Film, den man als Christ nur anschauen sollte, wenn man über sich und seine Überzeugung auch mal schmunzeln kann. Ich denke nicht, dass man ihn durch die Bank weg ernstnehmen sollte, aber manche Passagen haben mich schon zum Nachdenken angeregt. Vorhin war ich in der Stadt, um für einen befreundeten Paraguayo herauszubekommen, ob ein Flug von Paraguay nach Deutschland billiger ist, wenn man ihn hier in Deutschland bucht. Im Reisebüro konnten sie mir nur die deutschen Preise nennen - ich hoffe und bete inständig, dass die paraguayischen Preise um einiges niedriger sind!! 1100 Euro kann ein Paraguayo einfach nicht aufbringen, ohne sich in den finanziellen Ruin zu stürzen...
Bevor es am Sonntag endlich aufs Freakstock geht, muss noch einiges erledigt werden. Aufräumen und es aufgeräumt lassen, waschen, Koffer packen, Auto aussaugen, Müllbereiche einteilen usw. Mal sehen, ob ich mich zwischendrin nochmal melden kann.
An alle, die auch aufs Freakstock fahren: Ich freu mich auf euch und alles andere!

Montag, Juli 25, 2005

Unter der Brücke


Gumo. Wir haben auch 2 Menschen mit Behinderung in der Gemeinde ;-) Nee, im Ernst mal: bei diesen zwei Gestalten handelt es sich um Jana und Manuel, die ihre während des gestrigen nachgottesdienstlichen Treffens ihre Gesichtsmuskulatur trainieren wollten. War ein sehr entspannter Abend, im Regen unter ner Brücke. Auch der Godi war sehr schön – himmelsgleicher Lobpreis und eine ziemlich tiefgehende Predigt von Freddi. Es ging ums Gebet und darum, aus welcher Motivation heraus wir das tun. Beten wir, weil es einfach zum Christsein dazugehört oder beten wir, weil wir Sehnsucht nach Gott haben?

Donnerstag, Juli 21, 2005

Da fehlen mir die Worte...

Hab einen wirklich sehr anstrengenden Tag hinter mir mit allen denkbaren Schikanen... Verschlafen, Stau auf der Autobahn, Seminarunterlagen vergessen, zu warm angezogen, wegen Grillaktion der 1. Klasse früher gehen müssen, deshalb Ärger mit Lehrbeauftragtem, Stau, mich bestürmende und aufgeregt quasselnde Kinder, Schülerunfall mit Krankenhaus, eingeparkt, Mirko und Paul nicht in den Räumen, sondern in der Innenstadt, hinterhergerannt, noch viel für den morgigen Unterricht zu erledigen. Jau, so sieht's aus. Zum Glück sind die Ferien in greifbarer Nähe! Noch 4 Schultage. Kann mich nicht dran erinnern, mich als Schüler schonmal so auf die Sommerferien gefreut zu haben...

Mittwoch, Juli 20, 2005

Mirko&Paul

Vorhin hat mich Mirko angerufen und mich gefragt, ob er morgen zusammen mit Paul bei uns vorbeischauen kann. Oh, wie ich diese spontanen Aktionen liebe! Nee, wirklich, das schätze ich an den Freaks, dass sie nicht lange planen, sondern einfach machen und schauen, was dabei rauskommt. Gut, dass nicht nur Mirko und ich so spontan sind, sondern auch meine Freake hier... Sonst würden die beiden morgen mittag vor verschlossenen Türen stehen, könnten keinen Kaffee trinken usw. Ursel hat sich bereiterklärt, die beiden in den Freakräumen zu empfangen und zu bewirten. Ich selber kann erst gegen 19.30h da sein, weil wir mit der ersten Klasse noch Sommerfest machen. Bin gespannt, was die beiden erzählen...

Montag, Juli 18, 2005

Krampf und Segen

Das erste Lobpreisertreffen seit Langem stand heute auf dem Programm. Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, wie es in Zukunft weitergehen soll, wer dazu bereit (und fähig) ist, Lobpreis zu leiten oder einfach (?) nur mitzuspielen. Dass wir aus einer großen Vielfalt schöpfen können war uns schon länger bewusst, aber dass das nicht nur Segen, sondern auch Krampf ist, wurde vielen von uns glaub erst heute richtig klar. Wir haben ziemlich unterschiedliche Meinungen, was die verschiedenen Lobpreisbereiche angeht - sollen nur diejenigen im Gottesdienst Lobpreis machen, die ihr Instrument beherrschen? Was heißt es überhaupt, ein Instrument zu beherrschen? Sollen "Neue" im Sonntagsgottesdienst herangezogen werden oder eher hinter den Kulissen? Bis zu welchem Grad ist es okay, auf musikalische Perfektion und Können zu achten und ab wann kommt es nur auf die Herzenshaltung an? Kommt es überhaupt auf die Musik ansich an? Solche und ähnliche Fragen haben uns heute abend beschäftigt. Meiner Meinung nach sind wir nicht wirklich weitergekommen... Zwar haben wir einen Konsens gefunden, aber so richtig glücklich ist damit glaub ich keiner. Vielleicht sollte man das dann eher "Kompromiss" nennen.
Kann uns vielleicht jemand aus der Lobpreiserszene etwas helfen? Wir sind dankbar für jeden kleinsten Hinweis und Tipp! Unser Ziel ist es, alles, was jetzt noch Krampf ist, in Segen umzumünzen. Fass ohne Boden?!

Sonntag, Juli 17, 2005

Hochzeit und Eierexperiment


Am Samstag haben Rhona und Markus geheiratet. Mit beiden hab ich ein paar sehr abwechslungsreiche Semester an der PH verbracht. Bin mit Angi schon am Freitag hingefahren, um den beiden bei den Vorbereitungen zu helfen. Es war wirklich eine sehr schöne Feier mit viel Gelächter und noch mehr Schlafmangel. Als ich heute morgen um 8.30h aufgewacht bin, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich das Alter schon überschritten hab, in dem man eine 3stündige Schlafeinheit locker wegsteckt... Nichtsdestotrotz hab ich mich heute abend noch mit Manuel & Co getroffen, um Terere zu trinken. Plötzlich sind wir auf die Idee gekommen, ein Eierexperiment durchzuführen. Dazu braucht man eine leere (Wein)Flasche, Papier, Feuerzeug, Grillanzünder und ein geschältes hartgekochtes Ei. Man zünde das Papier an und werfe es brennend in die Weinflasche. Fast gleichzeitig stelle man das harte Ei auf die Flaschenöffnung und beobachte, wie es laut schnurzelnd in der Flasche verschwindet. Stellt man sich so blöd wie wir an, braucht man mindestens 5 Weinflaschen und einen halben Liter Grillanzünder ;-)) Spaß ist garantiert!

Mittwoch, Juli 13, 2005

Bauernhof mit FlipFlops..


Nachdem ich's irgendwie verdrängt hatte, dass der Bauernhof, den ich heute mit der fünften Klasse angeschaut hab, nicht direkt im Ortszentrum liegt, sondern hinterm Berg, musste ich 1,5 Stunden mit FlipFlops über Berg und Tal und Stock und Stein. Aber als Parafuayerfahrene macht mir das ja nix... Nach wie gesagt 1,5h kamen wir ziemlich erhitzt auf dem Bauernhof an und genossen bei einem Glas frischer Milch erstmal die wunderbare Aussicht. Anschließend wurde uns von einer ehemaligen Schülerin der Hof gezeigt - Kühe sind toll!
Wieder unten im Tal ging's gleich weiter nach Offenburg zum Schuldekanat. Und jetzt sitz ich schon wieder am Schreibtisch... Langweilig wird's mir wirklich nicht so schnell - wie krieg ich während den Ferien nur die Zeit rum?!

Dienstag, Juli 12, 2005

Ein Südamerikaner

nach dem anderen schleicht sich in meinen Bekanntenkreis... Erst war's Enzo, ein Freund von meinem Spanischlehrer Michael, dann Luis, ein Freund von Manuel, dann Antonio, ein Freund von Luis, und jetzt hab ich ne Mail bekommen von einem Peruaner namens Rangel. Er hat mich bei Jesus.de ausfindig gemacht, wohnt gerade in Waldshut-Tiengen bei seinem Bruder, also ganz in der Nähe, und sucht spanischsprachige Kontakte. Nicht, dass ich mich über soviel Südamerika nicht freuen würde - ganz im Gegenteil. Aber irgendwie regt es schon zum Nachdenken an, dass ich fast andauernd neue Südamerikaner kennenlerne, die auch noch Christen sind... Hat das vielleicht etwas zu bedeuten? Jedenfalls bereitet es mir große Freude, meine Spanischkenntnisse anzuwenden und so die Sprache nicht zu vergessen. Bin immer wieder erstaunt darüber, wie wenig ich verlernt habe und auch, wie viel ich in Deutschland dazugelernt habe.
Naja, mal sehen, was jetzt aus diesem "Neuen" wird... haben jetzt erstmal Emailkontakt, bei Südamerikanern muss man ja bekanntlich manchmal etwas vorsichtig sein (ja, auch ich habe dazugelernt!).
Wollte mich vorhin mit Fischer an der Dreisam treffen, aber etwa 3 Sekunden, nachdem ich mich auf meiner Decke niedergelassen hatte, kam Nass von oben. Und zwar so gewaltig, dass wir fluchtartig den Ort verlassen haben und uns in Fischers Zimmer mit Tee wärmen mussten... Ist das "Sommer"???

Sonntag, Juli 10, 2005

Kellerlobpreis


Lobpreis im Keller

Hier sind unsere Katakomben zu sehen. Ich fänd's wirklich schön, wenn wir öfters im Untergrund Lobpreis machen könnten - dann würden wir unserem Namen "Local underground church" auch mal alle Ehre machen ;-)

Fußwaschung ;-))


Fußwaschung auf dem August

Die Fußwaschung war eine sehr coole Idee für FreakAss, die leider nicht so doll angenommen wurde. War den meisten wahrscheinlich zu peinlich, mitten in der Innenstadt ihre Käsfüße zur Schau zu stellen...
Hatten gerade den Abschlussgodi mit lautem Rocklobpreis im Keller. So ein schallisolierter Keller hat schon seine Vorteile, wenn man Gott mal ganz laut sagen möchte, wie toll man ihn findet!
Morgen geht der Alltag wieder los und in 2 Wochen sind Ferien. Endlich!

Müde und glücklich

Gerade ist FreakAss zu Ende gegangen. Wenn ich wieder etwas ausgeschlafener bin und an meinem eigenen PC sitze, schreibe ich mehr. Auch mit Bildern. Für heute nur soviel: Es war klasse, fast nur schönes Wetter, wir konnten für viele Leute beten, hatten heute Godi-Besuch und gestern einen sehr schönen Grillabend. Die ganze Aktion war fett gesegnet, Gott war da und hat gesprochen. Bin wirklich glücklich darüber, dass wir FreakAss gemacht haben! Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein...

Freitag, Juli 08, 2005

Preisen für den Herrn


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Unglaublich!


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Heute war der erste Tag von FreakAss - nein, er ist es noch! Momentan machen wir nur eine kleine Pause, um uns für den zweiten Anlauf zu stärken. Laut Wetterbericht sollte es heute regnen und gewittern... wir hatten bis auf einen kurzen kräftigen Schauer um die Mittagszeit dauernd angenehmes Wetter, manchmal sogar pralle Sonne! Gott ist einfach gut, ER weiß, was wir brauchen, um für IHN etwas auf die Beine zu stellen. Bis auf einige wenige Flyer sind jetzt schon alle verteilt, für die morgige Grillaktion müssen neue Einladungen kopiert werden... Lobpreis ist anscheinend nicht nur ein erhebendes Geschäft, sondern gleichzeitig ein einträgliches... Haben insgesamt etwa 15 Euro verdient, obwohl wir gar nichts wollten. Es ist einfach unglaublich, wie offen und durstig die Leute nach Gott sind! Wieviel Gespräche wir hatten? Ich weiß es nicht, unzählige! Gleich treffen wir uns nochmal in der Stadt, um die Nachtschwärmer mit Gottes Gegenwart zu beschenken. Und morgen rockt der Augustinerplatz! Yippie!!

Donnerstag, Juli 07, 2005

Noch einmal schlafen!

Irgendwie war ich die letzten Tage ziemlich pessimistisch, was FreakAss angeht. Andauernd ham sich Leute wieder abgemeldet, das Wetter wurde schlechter und schlechter, meine Stimmung auch... Aber seit wir vorhin Gebetstreffen hatten und Plakate für die FreakAss-Aktionen gestaltet haben, bin ich echt wieder guter Dinge! Sogar der Wetterbericht ist annehmbar. Mit 20 Grad soll's zwar etwas kühl werden, aber wenigstens nicht mehr so nass wie heute. Morgen früh um 10 Uhr wird's ernst. Wir treffen uns kurz in den Räumen zum Beten und um zu entscheiden, was wer macht. Bin wirklich gespannt, was Gott so alles aus uns rauskitzelt! Morgen abend evtl. mehr davon.

London

Hab gerade erfahren, was in London heute passiert ist. Nach allem, was im Namen Gottes schon passiert ist, sollte mich eigentlich nichts mehr schocken... Aber ich kann es immernoch nicht begreifen, dass Menschen sich anmaßen, im Auftrag Gottes andere Menschen zu töten! Was ist das für eine Welt? Ach, diese Frage kann ich mir eigentlich selbst beantworten. Es ist eine schlechte Welt, eine Welt voller Hass und Gewalt, eine Welt, der es an der Liebe Jesu fehlt. Ich wünsche mir sooo sehr, dass endlich alle Menschen in Frieden nebeneinander leben können. ABer dafür müssen wir erstmal im Kleinen beginnen. Also bei uns und unseren direkten Mitmenschen.

Mittwoch, Juli 06, 2005

Leti

In Paraguay hab ich ein sehr nettes Mädel (Leti) kennengelernt, die Tochter einer befreundeten Familie. Diese Familie sucht händeringend nach einem edlen Spender, der Leti das Schulgeld zahlt. Da die staatlichen Schulen in Paraguay mehr als schlecht sind, besucht sie eine Privatschule, die für ihre Familie momentan unerschwinglich ist. Daher die Bitte: wer es auf dem Herzen hat, diesem Mädel den Schulbesuch zu ermöglichen, soll sich bitte mit mir in Verbindung setzen. Monatlich wären das 20 Euro, man kann sich auch mit anderen zusammentun. Spendenbescheinigung ist über Kreuz des Südens e.V. (die Organisation, mit der ich in Paraguay war) möglich.

Dienstag, Juli 05, 2005

6 Stunden


Musste heute 6 Stunden halten, weil meine Mentorin krank war. Unvorbereitet ist das ganz schön viel, man muss sich andauernd was Neues aus den Rippen schnitzen. Aber so ein cleveres Kerlchen wie ich steckt das locker weg. Zumindest fast. Bin jetzt schon ziemlich geschafft und freu mich auf ruhigere Tage. Wobei - FreakAss und ruhig?!
Das Foto zeigt meine ganze Rasselbande samt Mentorin. Wir befinden uns gerade auf dem Weg vom Klassenzimmer in die Schulküche, um unsere Fimoperlen fürs Afrikaprojekt in den Backofen zu schieben.

Montag, Juli 04, 2005

Noch 3 Tage...

... bis FreakAss und wir haben schon 10 Anmeldungen von außerhalb. Für Freaks-Verhältnisse eigentlich ja eine ganz gute Quote, wo sonst doch oft Leuten einfällt, dass sie auch gern dabeigewesen wären, wenn schon alles gelaufen ist. Die bisher letzten beiden Anmeldungen kamen heute. Ich glaube, es handelt sich dabei um Schweizer - hab aufm AB fast nix verstanden... Wer sich noch nicht angemeldet hat, gerne kommen würde und uns das auch freundlicherweise noch sagen würde, der schreibe mir bitte ne Mail. Jetzt. Seit gerade sind wir auch rechtlich abgesichet. Morti hat mir so eine Haftpflichtsdingsversicherungsbestätigung geschickt, allerdings mit massig Rechtschreibfehlern drin... Für was bin ich Deutschlehrerin...
Setz mich jetzt gleich noch an ein Gedicht für die erste Klasse, in dem es um krähende Schweine, bellende Schalben und zwitschernde Hunde geht. Prost Mahlzeit.
Ach ja, vielleicht könntet ihr noch beten, dass das Wetter ab Donnerstag mitspielt. Es ist Regen und 23 Grad angesagt, also nicht unbedingt die beste Voraussetzung für Straßeneinsätze.

Freitag, Juli 01, 2005

Jetzt reicht's!

Jetzt sitz ich schon zum zweiten Mal in der Schule und warte vergeblich auf meine Schüler... Deutet es nicht auf einen Saftladen hin, wenn die Schüler wissen, dass der Unterricht ausfällt, der unterrichtende Lehrer aber nicht? Hab grad wirklich die Schnauze gestrichen voll! Warum bereite ich mich eigentlich vor? Warum sitze ich zum Teil bis nachts um eins am Schreibtisch und sauge mir Ideen aus den Fingern?? AHHHHHHH!!!

Donnerstag, Juni 30, 2005

Hauptschultag

Hab mir gerade mal meine Postings der letzten Wochen und Monate angeschaut und musste mit Erschrecken feststellen, dass sich fast alles um SchuleSchuleSchule dreht... Dieses Gebäude samt seinem Innenleben scheint wirklich ein großer Bestandteil meines Lebens zu sein. Auch jetzt werde ich wieder etwas über Schule schreiben - hatten am Seminar heute Hauptschultag. Neben uns Referendaren tummelten sich etwa 50 Hauptschüler aus unterschiedlichen Schulen und Klassen mit dem Ziel, uns angehenden Lehrern etwas beizubringen. Vormittags hab ich mit einer 6. Klasse erstmal ein paar Runden Volleyball gespielt. In Rock und Flipflops ;-) Anschließend führten uns einige Schüler der 9. Klasse ihre Präsentation zur Projektprüfung vor. Seit einigen Jahren ist diese Bestandteil der Hauptschulabschlussprüfung. Auch wenn ich an meiner Schule die Vorbereitungen dazu verfolgen konnte und so schon Einblicke ins Arbeiten der Schüler hatte, war ich heute bass erstaunt über die Leistungen! Ganz ehrlich, ich hätte es auf keinen Fall besser machen können! Gibt es für Präsentierende eine bessere Rückmeldung des Publikums, als keine Fragen mehr zum Inhalt gestellt zu bekommen? Ich denke nicht. Meiner Meinung nach wäre es für viele Leute, einschließlich mir, an der Zeit, ihr Denken über Hauptschüler zu revidieren. Tatsache ist, dass Unterrichten in der HS kein Zuckerschlecken ist, aber das liegt keineswegs nur an den "dummen, uninteressierten Schülern", sondern eher an uns Lehrern, die wir meinen, Unterricht fast ausschließlich nach unseren Interessen und Fähigkeiten gestalten zu müssen. Dabei ist es doch nur zu verständlich, dass Schüler am Ehesten dann mitarbeiten, wenn sie sich persönlich für ein Thema interessieren und es aus ihrer Lebenswelt kommt. Das, was am Ende herauskommen soll, lässt sich auch mit schülernahen Themen erarbeiten und nicht nur mit trockenem Stoff aus Urzeiten. Schön, dass auch Lehrer noch Lernende sein können!
Auch sonst war der Tag ziemlich erfreulich - hab innerhalb von 3 Stunden 5 Unterrichtsstunden planen können und das Wichtigste überhaupt ist: DER LOHN IST DA!!!
Jetzt kann ich beruhigt schlafen und muss mir keine Sorgen mehr machen, mit welchem Geld ich den Sprit bezahle, um morgen in die Schule zu kommen.

Dienstag, Juni 28, 2005

Hitze...

Vor ein paar Monaten hätte ich diese andauernde Hitze noch locker weggesteckt... Es war immer genügend Eis für Terere im Eisfach, im Büro gab's ne Klimaanlage und außerdem war's normal. Mittlerweile hat sich mein Körper entwöhnt, das Eisfach ist kaputt und in der Schule kann man von einer Klimaanlage nur träumen. Das Wetter schlägt sich dummerweise auch im Verhalten meiner Schülerchen nieder - sie sind gereizt, unkonzentriert und arbeitsfaul. Übelnehmen kann man ihnen das ja wirklich nicht...
Morgen hat die Hauptschule Sporttag. Das heißt, 100 Schüler werden schwitzend und keuchend ihre Runden drehen, reihenweise umkippen und zu wenig trinken. Meine Motivation kennt keine Grenzen.
Jetzt ab ins überhitzte Auto und auf nach Offenburg.

Sonntag, Juni 26, 2005

Hock

So, liebe Leute. Aller guten Dinge sind drei. Deshalb für heute der letzte Blog. Neben den Freakräumen war heute Feuerwehrhock, und weil Freaks jede Gelegenheit nutzen, um aufzufallen ihne aufzufallen, haben wir uns auch ins Getümmel gestürzt. Wie man an Katha, Flo und Anne sehen konnte, kann man auch zu Blasmusik tanzen...

Fotos


Das war in der Metro beim EInkaufen. Sozusagen Kaufrauch. Wer selbst schonmal in so nem Großmarkt war, der kann mir sicherlich zustimmen: da macht das Kaufen richtig Spaß! Kilometerlange Gänge und Regale, vollgestopft mit Großpackungen zum relativ kleinen Preis. Mal sehen, vielleicht besorg ich mir ne Metrokarte, dann ham auch die Freaks was davon.

25 Jahre Rock und Pop

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Mittlerweile zählen 25 Jahre Rock und Pop zu mathops Lebensgeschichte. Dies wurde dieses Wochenende gebührend gefeiert, mit Speis, Trank und Musik. War wirklich sehr nett! Den Freitagabend haben wir noch genutzt, um einen paraguayischen Bekannten in Darmstadt zu treffen. Von ihm habe ich endlich original-paraguayisches Yerba bekommen und bin damit glücklich.
Nach der ganzen Feierei und anschließenden Fahrerei muss ich mich erstmal erholen, bevor ich mich noch mit den Freaks in der Stadt treffe.

Samstag, Juni 25, 2005

Freitag, Juni 24, 2005

Darmstadt um 19:00 uhr


Darmstadt_um_1900
Originally uploaded by maraise.
Hier ist nun mein erstes Bild auf dem Blog, Matthias, der hier sich reingehackt hat und schreibt, hat endlich, nach über fünf Monaten, dabei geholfen, die Bilddarstellungsfunktion nützlich zu machen, damit es mir nun möglich ist, schöne Bilder wie auch dieses hier, welches Darmstadt um 1900 zeigt - ein versteckter Hinweis auf meinen momentanen Aufenthaltsort, darzustellen, was euch, liebe Leser, zur Illustration meiner Lebensgeschichte dienen soll.

Donnerstag, Juni 23, 2005

Llamada!!

Guten Morgen erstmal. Ich glaube, so früh hab ich noch nie gebloggt - ist erst 7.20h. Heute nacht so gegen 2 bin ich aufgewacht und hatte irgendwie so den EIndruck, dass ich nach unzähligen Versuchen jetzt einen erfolgreichen Anrufversuch nach Paraguay schaffen werde. Bin tatsächlich aufgestanden, hab schlaftrunken die Telefonnummer gewählt und bin fast zu Tode erschrocken, als sich am anderen Ende jemand meldete. Seit Februar versuche ich immer mal wieder, bei freunden anzurufen, um Kontakt zu halten, aber bisher bin ich nie durchgekommen. Ganz angenehm war das Gespräch zwar nicht - wir mussten schreien wie am Spieß, damit der andere jeweils wenigstens erahnen konnte, um was es geht - aber immerhin hab ich seit 5 Monaten das erste Mal wieder mit Paraguay gesprochen. Lust hätte ich ja schon, da wieder hinzufliegen. Nur von was?!
Muss gleich los auf die Hochburg im Freiburger Norden. Wir treffen uns dort vom Seminar aus, um ein erlebnispädagogisches Projekt durchzuführen. Gestern hab ich noch gestöhnt, dass wir uns schon um 8 Uhr treffen, aber wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, spüre ich schon richtig die Hitze heraufziehen und kann mich wahrscheinlich glücklich schätzen, dass wir am frühen Nachmittag fertig sind und ich in meine kühle Kellerwohnung verduften kann.
Gegen abend kommt mein heimwerker Robert mal wieder vorbei. Wir wollen zusammen eine Terasse in meiner Schule ausmessen und uns überlegen, wie viele Dachlatten man für eine stabile Unterkonstruktion für Betonplatten braucht.

Montag, Juni 20, 2005

Vollidiot...

Mit diesem schönen Wort wurde ich heute von einem Siebtklässler betitelt. Für ihn bedauerlich ist nur, dass ich mich in Form eines Klassenbucheintrags bei ihm bedankt habe. Leider fallen solche Wörter sehr häufig, zum Großteil ohne ersichtlichen Grund, nur aus Spaß an der Freude. Meistens wissen die Schüler nicht mal, wie man das entsprechende Wort schreibt, geschweige denn, was es eigentlich bedeutet.
Als ich das letzte Mal in der Klasse war, hab ich mir auf der Nase herumtanzen lassen. Heute wusste ich, was mich erwartet und hab durchgegriffen. Spaß gemacht hat das wirklich nicht, und zudem tut Sprechen jetzt weh... Nächsten Montag wieder.
Ende der Woche startet das nächste Klassenprojekt. Wir wollen mit der 6. Klasse den Platz vor dem Lehrerzimmer zur Dachterasse ausbauen, d.h. Platz ausmessen, Kies aufschütten, Stützkonstruktion aus Dachlatten o.ä. bauen, streichen, nageln, hämmern, Platten (Beton?) zurechtschneiden, Schneidemaschine organisieren undundund. Ich hab ehrlich nicht damit gerechnet, dass ICH jemals eine Terasse bauen würde... Wenigstens kann ich mir die Stunden anrechnen lassen.
Nächstes WE fahr ich nach Darmstadt zu Matthias`Geburtstag. Vorher muss noch einiges fürs Geschenk organisiert werden, aber was das genau ist, kann ich nicht sagen, weil Matthias diesen Blog auch liest. Falls jemand auch dahinfährt und noch eine Geschenkidee braucht - meine ist noch ausbaufähig.

Sonntag, Juni 19, 2005

Knetmännchen

Komme gerade von Christina. Sie hat mir geholfen, Spielfiguren aus FIMO herzustellen, die ich am Montag für eine Abwandlung von Mensch ärgere dich nicht für ne 7. Klasse brauche. Nebenbei haben wir Fußball geschaut und uns gefragt, ob Deutschland jemals wieder Weltmeister wird... Das Ergebnis gegen Tunesien war mit 3:0 zwar eindeutig, aber spielerisch - naja.
Am späten Vormittag hab ich mich mit Stephi in der Stadt getroffen, um besagten FIMO zu kaufen und um mal wieder zu "genießen". Es ist einfach sooo schön, mit nem Milchshake im Halbschatten zu sitzen und die Gedanken baumeln zu lassen. Nach DER Woche war das auch bitternötig! Das Fazit der vergangenen Woche: plane niemals 2 Schulprojekte an zwei Schulen gleichzeitig, v.a. dann nicht, wenn du nachmittags in Offenburg noch Termine hast.
Morgen treffe ich mich vor dem Gottesdienst wahrscheinlich mal wieder mit Manuel, um Terere zu trinken. Bei dem Wetter kommt da das Paraguayfeeling richtig hoch und ich freu mich dann umso mehr, nächstes Wochenende nach Darmstadt zu fahren. ERstens feiert da Matthias sein Vierteljahrhundert und zweitens wohnt da auch der Paraguayo, von dem ich vor Kurzem erzählt habe.
Ach ja, bevor ich's vergesse... Ihr habt euch ja immernoch nicht zu FreakAss angemeldet...

Donnerstag, Juni 16, 2005

Schlafmangel...

Gerade könnte ich im Stehen einschlafen. Die letzten Tage waren einfach wahnsinnig anstrengend - wir haben in beiden Schulen Projekttage, was für mich auch doppelten Einsatz und doppelte Arbeit bedeutet. Jeden Tag dieser Woche war ich von 7.30h bis nachmittags in der Schule, hab Chileflaggen gemalt, Plakate gestaltet, einen Straßenkinder-Rap mit den Schülern eingeübt, Trommeln aus Tontöpfen gebastelt, afrikanische Lieder gesungen, von Kleister verklebte Tische abgeputzt, 50 Erstklässler bei einer Diashow über Südafrika zur Ruhe gemahnt, mit der 7. Klasse im Internet recherchiert undundund. Morgen ist der letzte Tag und wahrscheinlich auch der stressigste. In der Hauptschule findet die Präsentation der Projekte um 16h statt, vorher müssen beide Schulen für die Öffentlichkeit herausgeputzt werden, und anschließend muss ich als Betreuungsperson ins Gundelfinger Hallenbad, weil dort der Abschluss des Grundschul-Projektes "Kinder der Erde" in Form eines 25-stündigen Spendenschwimmens stattfindet. Danach ist Wochenende. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich danach sehne... Die Dreisam schreit schon ganz laut und auch meine Gitarre will endlich mal wieder außerhalb des Gottesdienstes bedient werden. Zu solch netten Aktivitäten soll ja anscheinend auch das Wetter einladen - 30 Grad, Musik, kühles Bierchen - hach!
Heute abend stimm ich mich mit meinem Hauskreis schonmal drauf ein. Wir treffen uns bei CHristina im Garten zum Grillen. Vorher leg ich mich aber doch noch kurz aufs Ohr, sonst gibt mir der WEin noch den Rest...

Sonntag, Juni 12, 2005

Rocken

Oh Leute, heute war fast alles wundertoll! Mein Laminiergerät ist mir um die Ohren geflogen, aber sonst war echt alles allererste Sahne! Franz stattet uns gerade mal wieder einen Besuch ab und hat heute mit mir den Godi gerockt. Irgendwie schon komisch, dass ich mit ihr zusammen noch mehr aus mir rausgehen kann als sonst... A propos rausgehen. Nach dem Godi sind wir noch auf den August, dem Platz, auf dem die FreakAss-Hauptaktion steigen soll. Hatten meine Gitti dabei und ihr und unseren Kehlen lobende Klänge entlockt. Ich muss echt immer wieder feststellen, wie viele musikalische Leute wir haben - hatten einen richtigen Freakchor zusammen. Das krasseste war, dass die Leute total angetan waren von dem, was wir gesungen haben, sie haben sogar geklatscht. Obwohl, sooo krass ist das eigentlich nicht, eher verständlich - schließlich singen wir für und von dem, den die meisten anderen noch kennenlernen müssen. Jedenfalls haben wir heute schonmal ausprobiert, was MINDESTENS drin sein muss, wenn FreakAss ist. Und damit wir nicht nur so 20 Hansel sind ist es superwichtig, dass ihr alle kommt! Wir wollen die Stadt bevölkern, alle sollen uns hören und sehen!
So long, morgen ist Schule.

Samstag, Juni 11, 2005

Zeit wird's...

... dass ich mich mal wieder um meinen Blog kümmere. Dass ich länger nix mehr geschrieben hab liegt daran, dass mir die Schule und das ganze Drumrum mir gerade die Zeit raubt. Hatte letzten Mittwoch Unterrichtsbesuch, d.h. es war jemand aus Offenburg da, um sich mal das anzuschauen, was ich mit meinen lieben Schülerchen so produziere. Nach der Stunde gab's dann die Rückmeldung: sehr freundliche Art, guter Umgang mit den Kindern, altersgerechte Sprache, selbstsicheres Auftreten... wäre doch nur nicht der Mangel an Organisationskompetenz...Naja, bin eben ein kleiner Chaot.
Für so einen Unterrichtsbesuch muss man einen Stundenverlauf mit Begründungen schreiben. Also was unterrichte ich wie und warum, welches Ziel verfolge ich usw. Müsste man das nur in Stichworten abliefern, wäre das ja noch ok, aber die wolen 10 Seiten... Für Dienstag muss ich sowas nochmal machen. Also nix mit Wochenende. Schreiben ist angesagt. Und v.a. aus den Fingern saugen ;-)
Heute abend wird erst nochmal relaxt: in 2 Stunden treff ich mich mit ein paar Freax und Nichtfreax am Seepark zum Rumliegen, Bierchen und Terere trinken.
Für den U-Besuch am Dienstag such ich händeringend nach ner Musikdatei mit Kirchenglocken. Hat jemand sowas? Im Internet gibt's so gut wie nix zum Runterladen.

Freitag, Juni 03, 2005

América del Sur

América del Sur viendrá aquí!! Ohhh, jetzt ist es mit mir durchgegangen... nochmal auf deutsch und vielleicht etwas ausführlicher: einer von unseren Freaks war vor etwa 1 Jahr auch in Paraguay und hat dort natürlich auch viele Leute kennengelernt. Einer dieser Leute kommt übers WE nach Freiburg und will irgendwie hier in Deutschland bleiben. Jedenfalls werde ich somit die Möglichkeit haben, mal wieder spanisch zu sprechen und Neuigkeiten über Land und Leute zu erfahren. Bin schon mächtig gespannt, ob ich noch ohne Wörterbuch durchkomme... Schade ist nur, dass ich morgen ja mal wieder in Offenburg bin.
Heute kam ich mir so schlecht vorbereitet wie noch nie vor. Irgendwie hatte ich selber keinen Plan, wie die Relistunde der 1. Klasse ablaufen soll. Aber dann lief alles ganz toll und alle hatten Spaß am ersten Teil des Vater unsers! Da ist die Motivation für die nächste Stunde am Dienstag doch gleich viel höher!

Donnerstag, Juni 02, 2005

Offenburg

Tja, Offenburg wird so langsam zu meinem zweiten Zuhause... Von Anfang an war mir klar, dass ich während des Refs ziemlich viele Kilometer auf der A5 schrubben werde, aber dass ich diese Woche insgesamt 5 Mal hinfahren muss, ist schon heftig! Sogar am Samstag! Als ob ich nichts besseres zu tun hätte, als die Mittagspause auf der Autobahn und den Nachmittag in unverständlicherweise immernoch geheizten Räumen zu verbringen... Wenn ich dann abends gegen 18h heimkomme, war ich etwa 11 Stunden am Stück unterwegs. Danach soll ich dann noch Energie haben, um den Unterricht für den nächsten Tag vorzubereiten. Wobei - morgen muss ich ja gar nicht unterrichten, weil ich den ganzen Tag in Offenburg bin ;-))
Wenn ihr mich fragt - bin schon wieder ferienreif. Das ist schon traurig, wo die Ferien erst seit 3 Tagen rum sind.
Nichtsdestotrotz macht das Ref Spaß. Ich genieße es richtig, mit so vielen Kindern zusammenzusein und ihnen etwas beizubringen. Am Freitag darf ich wieder ran. In Menuk (ehemals HuS) geht's um gesunde und kranke Zähne, in Reli ums Vater unser. Hab am Dienstag mit der Klasse herausgearbeitet, was denn einen "Vater" ausmacht. eRschreckenderweise kamen viele Kommentare, die nichts mit einem "guten" Vater zu tun hatten, z.B. "der schreit nur rum" oder "der ist fast nie da". Wirklich traurig, wie Kinder heutzutage manchmal aufwachsen müssen! Wie gut, dass es da noch einen Vater gibt, der alle guten Eigenschaften verkörpert! Diesen Vater "meinen" Kids vorzustellen ist eine so herausfordernde Aufgabe, dass ich mich bei der Vorbereitung einiger Stunden schon gefragt habe, wie sich Kinder mit einem schlechten Vaterbild überhaupt auf Gott einlassen können. Wie gut, dass Gott diese Sache dann selbst in die Hand nimmt und während der Relistunde den Kindern mit Liebe begegnet!

Montag, Mai 30, 2005

Leute Leute...

Die letzten Tage waren echt krass... Wir waren als JF-Gemeinde in einem kleinen Kaff in der Nähe des Schluchsees, um dort zu freizeiten. Ausgestattet mit Zelt, Iso, Schlafsack, mehreren Gittis und Trommeln haben wir das Haus und Gelände von Angis Oma in Beschlag genommen. Ich war da schon öfters, aber so schön wie dieses Mal war's noch nie! Wir hatten eine sehr tolle Gemeinschaft, alle haben alles mitgemacht und sich für die Freizeit eingesetzt. Das Thema war "Ich und meine Gemeinde", also so ähnlich wie auf Willo. Bei manchen Aktionen dachte ich: "Hmmm, was hat DAS jetzt bitte mit Gemeinde zu tun?!", aber danach war es mir klar. Sei es bei nächtlichen Geländespielen oder erlebnispädagogischen Aktionen - jeder ist auf den anderen angewiesen, auf evtl. Informationen, wo sich Fänger im Wald versteckt haben, auf jemanden, der einen über ein hochgespanntes Seil bugsiert, bei Blindenführungen usw. Genauso ist es in einer Gemeinde. Wenn jeder nur nach sich schaut, kann man als Gruppe entweder gar nicht oder nur sehr langsam vorwärtskommen. Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten, keiner den anderen austrickst oder ihn hängen lässt. Wir müssen untereinander kommunizieren, das heißt auch, dass wir dem anderen zuhören müssen.

Auf der Terasse hatte man dank des herrlich klaren Wetters eine atemberaubende Sicht auf die Alpen! Bei uns war es abartig heiß, und ein paar Kilometer weiter liegt Schnee. Echt krass! Gott ist sooo abwechslungsreich und erfinderisch! Ab und zu lag ich einfach nur im Gras und hab mir meine nähere Umgebung mal genauer angeschaut: ein sehr heller Grashalm wuchs neben einem etwas dunkleren breiteren, und neben dem stand wieder einer, der eine weitere Grünschattierung hatte. Über mir dann der azurblaue Himmel und wehende Tannenwipfel. EInfach herrlich! Ach, jetzt komm ich ins Schwärmen... Machen wir's kurz: Gottes Schöpfung ist wunderbar!
Gestern abend haben wir ein richtiges Rittermahl zu uns genommen. Jeder hatte eine bestimmte Rolle auszufüllen, so gab es Adlige, Diener, einen Herold, hofnarren, Spielleute, Ritter, Köche usw. Die Hähnchen (komplett, mit Innereien) haben wir dann richtig zünftig mit den Händen verspeist - eine Wohltat für die Spülmaschine ;-))
Der allsonntägliche Godi bildete den Abschluss eines sehr ereignisreichen und gesegneten Wochenendes! Keiner hatte mehr die Power, irgendetwas dafür vorzubereiten, aber Gott hat uns eine so geniale Spontaneität geschenkt, dass daraus der beste Godi seit Langem wurde!
Bei meinen Ellis geht's übrigens gerade wieder etwas bergauf. Wär schön, wenn es so weiterginge!

Mittwoch, Mai 25, 2005

Professorenfrühstück

Ja genau, das gibt's jetzt gleich. Wobei der Professor eigentlich keiner ist, sondern "nur" ein Lehrbeauftragter, den ich vor 2 Jahren oder so mal hatte. Jedenfalls war das Ganze so nett und familiär (das Seminar, nicht wir beide!!), dass die ganze Mannschaft Kontakt gehalten hat über die Jahre. Wir treffen uns im Oscar's, einer seeeehr netten Frühstückskneipe, in der die Frühstücksmenüs nach großen Schauspielern benannt sind. Marlene Dietrich muss wirklich unsterblich sein, hab sie mindestens schon 4 Mal verspeist...
Morgen früh fahren wir 4 Tage auf Gemeindefreizeit. Angis Oma hat ein Haus im Schwarzwald. Das Haus ist bis auf Küche und Bad tabu, aber bei dem tollen Wetter lädt auch die riesige Wiese davor zum Zelten und im Kreis sitzen ein. Vorgestern war es doch noch so kalt und verpisst - da hab ich mir gesagt: "Nö, nochmal ein Willo, das pack ich nicht!" Aber jetzt ist alles in Butter und das neue Freakstockzelt kann eingeweiht werden.
Könnt ihr bitte weiter für meine Eltern beten?

Montag, Mai 23, 2005

Nach vorne schauen

Das versuch ich gerade. Vor allem, was meine Eltern angeht. Mein Vater ist gestern in den Kaiserstuhl zu meiner Mama gefahren, um nochmal auf neutralem Boden zu reden. Dabei durfte ein klitzekleiner Hoffnungsfunke aufschimmern - er ist zumindest bedingt bereit, auch seinen Teil zur Eherettung beizutragen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das klappt mit seinen Bedingungen. Bitte betet einfach weiter, dass Gott ihm begegnet und seine Gedanken und Gefühle wieder in die richtige Ordnung bringt.
Nachdem letzten Sonntag Aaron spontan meinen Part als Lobpreiser übernommen hatte, konnte ich dem heute wieder mit großer Freude selbst nachgehen. Als ich die vielen neuen und unbekannten Gesichter vor mir sah, war ich erst etwas skeptisch, ob das überhaupt was wird heute. Aber dann konnte ich Gottes Gegenwart sehr kräftig spüren - es war ein toller Abend! Das lag auch mit an Annes Predigt. Es ging um die Heiligkeit Gottes. Gott ist soooo heilig, dass einer, der die Bundeslade (Zur Zeit Mose gebaut, die Maße und das Aussehen wurden von Gott genauestens bestimmt. Zur Zeit Davids gab es noch keinen Tempel, und so stellten sich die Juden vor, dass Gott in der Bundeslade wohne.)nach Jerusalem brachte, starb, als er die Lade berührte. Das ist schon krass! Was aber noch viel bemerkenswerter ist: dieser heilige Gott will unser Freund und Vater sein. Er hat sich klein gemacht, damit wir ihm begegnen können. Er möchte nicht nur im Tempel oder der Bundeslade wohnen, sondern genau da, wo sich seine Kinder aufhalten. Er möchte in unseren Herzen leben und durch uns wirken. EIgentlich weiß ich das schon lange, aber leider hake ich sowas leicht unter "alltäglich" und "normal" ein. Letztendlich sollten wir uns aber immer bewusst sein, welch mächtigen und eben heiligen Gott wir haben!
Nach dem Godi waren wir nicht ganz so heilig... Wie wahrscheinlich überall ist auch in Freiburg gerade Frühlingsfest. Da wir ja alle Kinder sind, haben wir uns die Bäuche mit Süßigkeiten und einer halben Meter langen Thüringer Bratwurst (Roster?) vollgeschlagen. Dabei hatten wir eine riesen Gaudi, und als Angi und ich noch 6 Flummis erlost hatten, war die Stimmung am Kochen. Leider hat's dann bald angefangen zu regnen, sozusagen der Schlusspfiff. Das werde ich dazu nutzen, mal wieder etwas früher ins Bett zu kommen.

Dienstag, Mai 17, 2005

zum Heulen

Meine heile Familienwelt ist erschüttert. Kann und will dazu hier nicht mehr schreiben. Wer mehr wissen will, kann mir ne Mail schicken oder mich anrufen. Bitte betet für meine Eltern! BIn total fertig, weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll.

Samstag, Mai 14, 2005

Afrikanisches Essen...

...hab ich gerade verspeist. Zwei Freunde von mir haben in Südafrika und Namibia ein mehrwöchiges Praktikum fürs Studium gemacht und dort auch landestypisch kochen gelernt. Wirklich seeeehr lecker! Eintopf mit Schweinefleisch, Ananas und Apfelstücken - hmm! Lass mir das Rezept mal zukommen und hoffe, es auch so hinzubekommen! Bisher hat's mich noch nie nach Afrika gezogen, aber jetzt, wo ich so schöne Fotos gesehen hab von beeindruckender und gar nicht immer so trockener Landschaft, könnte ich mir vorstellen, auch diesem Kontinent mal einen Besuch abzustatten. Reiselustig war ich ja schon immer...
Dass ich Flohmärkte mag, hab ich gestern ja schon gesagt. Leider war der gestrige enttäuschend klein und ich hab "nur" 8 (Kinder-) Bücher erstanden. Um noch etwas mehr Geld loszuwerden, das ich momentan nicht habe, bin ich mit Christina heute nochmal losgezogen. Jetzt darf ich eine superchice orangene Teekanne mein Eigen nennen, die kochplattenfest ist. Die Frage ist nur: hab ich die wirklich dringend gebraucht???! Lässt sich eindeutig mit nein beantworten. Spaß gemacht hat's trotzdem. Und das ist ja die Hauptsache. Manchmal komme ich mir auf deutschen Flohmärkten fast so vor wie in Paraguay. Jeder versucht, für den ramschigsten Ramsch noch möglichst viel Geld zu bekommen. Mittlerweile hat sich von diesem Ramsch schon so viel in meiner Wohnung versammelt, dass ich auch mal einen Stand machen könnte. Mal sehen. Um mir die Standgebühr zu sparen, sollte ich vielleicht mal wieder eine Freaks-Alles-Tausch-Börse veranstalten. Bisher bin ich da immer einiges losgeworden (und einiges ist auch in meinen Besitz übergegangen...).
Kaum sind Ferien, komm ich nicht zu einigermaßen normalen Zeiten ins Bett... So langsam werd ich alt - ich merk's nämlich in den Knochen. Damit ich morgen erträglich bin, sollte ich jetzt wohl in die Heia. Buenas noches, chicos.

Freitag, Mai 13, 2005

Ferien!!!

Endlich wieder ausschlafen! Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf intime Stunden mit meinem Bett freue... Nach 5 anstrengenden Schulwochen waren die Ferien wirklich fällig! Als ich heute von der Schule kam, wusste ich erst gar nichts mit meiner freien Zeit anzufangen, hab ich mich doch sonst sofort wieder an den Schreibtisch gesetzt. Leider hat das nicht so lange angehalten - meine Wohnung schrie richtig nach einer Grundreinigung... Den Besen und Staubsauger hab ich schon geschwungen, morgen kommt der Wischer dran. Man muss es ja nicht gleich übertreiben...
Gleich treffe ich mich mit Angi, um einer unsrer Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen. Flohmarktbesuche sind zwar oft etwas geldbeutellastig, machen aber auch unheimlich Spaß. Vielleicht finden wir ja ein superkitschiges Jesusbild für die Freakräume oder ein nettes KLeidungsstück für die nächste BadTasteParty...
Am Liebsten würd ich in den nächsten Tagen mal wegfahren, Freakdeutschland besuchen oder einen Abstecher ins Nachbareuropa machen. Mein Kontostand lässt das aber wahrscheinlich nicht zu... Wenn also jemand zuviel Kohle oder wenigstens ein gutes Herz mit armen und ermatteten Referendaren hat - ich bin ein dankbarer Abnehmer.
So, jetzt aber raus mit mir, ab in die Sonne (solange sie noch scheint...).

Mittwoch, Mai 11, 2005

Grillen

Zwei Gründe sprachen heute abend für eine kleine Grillfete. Erstens: die Temperaturen haben sich von ihren eisigen Temperaturen abgewendet und nähern sich langsam frühlingshafteren 20 Grad. Zweitens: Flo hatte heute Geburtstag und hat sich einen Schwenkgrill gekauft, der unbedingt eingeweiht werden musste. EIn paar Freaks und solche, die es noch werden müssen, saßen gemütlich bei Flo im Hof. War wirklich sehr nett. Für die anderen ist es das sicherlich auch noch, aber ich als verantwortungsbewusste Lehrerin war die Feier um 22.30h beendet - muss schließlich frisch und ausgeruht vor meinen Kinderchen stehen. Die gerade im Abklingen begriffene Erkältung hat die abendliche Kühle natürlich kräftig ausgenutzt und plagt mein geschundenes stimmchen und auch mein Näschen aufs Neue. Nun gut, es mussten heute einfach Prioritäten gesetzt werden.
Morgen ist schon Mitte der Woche. Wollen wir hoffen, dass das Sams außer am Donnerstag immer Recht behält, dann hätte ich nämlich am Freitag frei, am Samstag Wünsche frei und am Sonntag Sonne. In diesem Sinne: gute Nacht.

Montag, Mai 09, 2005

Ohhh, Willo

Dass es auf Willo immer so dermaßen kalt und regnerisch sein muss.... Die obligatorische Erkältung ließ auch dieses Mal nicht lange auf sich warten. Schon am ersten Abend hatte ich Halsweh und ein verräterisches Kitzeln in der Nase. Die Medikamente, die mir der liebe Berlin-Olli dann freitags mitgebracht hat, haben das Schlimmste leider nicht mehr abwenden können, sodass ich das komplette WE ausschließlich am Rotzeln und Husten war.
Ich weiß nicht, ob's nur mir so ging... Jedenfalls kam's mir so vor, als ob wir dieses Jahr zumindest zeitweise nicht als Bewegung in Siloah waren, sondern jeder für sich Privaturlaub gebucht hatte. Lief bei mir ein falscher Film, oder warum hatte ich den EIndruck, dass wir im Feiern nach der Veranstaltung richtig klasse waren, dafür aber tagsüber kaum auf den anderen geachtet haben? Feiern zu können soll nicht das Schlechteste sein, aber dass wir es besser können als ein "Miteinander" zu leben...?! Schreibt doch einfach mal, wie ihr das erlebt habt.
Abgesehen davon gab es auch sehr coole und tiefe Erlebnisse auf Willo. Pete Greig war da, das ist der Gründer von 24/7. Er hat so eine mitreißende, lockere, frische, echte, packende Art zu predigen, dass ich davon nicht genug bekommen kann. In einer seiner Predigten ist mir bewusst geworden, wie oft wir uns (äußerlich wie innerlich) verbiegen, wenn wir anderen von Jesus erzählen. Wenn überhaupt. Wir meinen so häufig, uns anpassen zu müssen, um Jesus ja auch der Zielgruppe angemessen rüberkommen zu lassen. Das ist aber gar nicht nötig! Wir müssen uns nicht erst so komische Ballonhosen kaufen, einen Ghettoblaster laut aufdrehen und uns ne Basecap schräg auf den Kopf setzen, wenn wir einem Hiphopper was von Jesus erzählen. Wir wirken viel "cooler", wenn wir so sind, wie Gott uns geschaffen hat. Und nur dann sind wir glaubwürdig. Ich muss mich selber immer wieder dran erinnern, dass Gott nicht durch Äußerlichkeiten spricht und dass wir authentisch sein sollen. Mich macht es auch nicht zum Jesus Freak, dass ich nur die Klamotten anziehe, die am WEnigsten zueinander passen, dass ich Dreads auf dem Kopf habe oder mindestens 5x gepierct bin. Zu einem Jesus Freak macht mich meine innere Überzeugung. Und das ist mein Glaube an Jesus Christus und seine unübertreffliche Macht, auch durch Lieder wie "Shine, Jesus, shine" oder graue Mauerblümchen zu sprechen ;-)) ER ist derjenige, der uns zu dem Menschen macht, der wir sind.
Ich bin sehr dankbar, dass ich bei den Jesus Freaks sein darf. Hier darf ich nämlich wirklich der Mensch sein, den Gott geschaffen hat. Ich darf einfach Ich sein. Danke, Leute!

Donnerstag, Mai 05, 2005

War gerade in der Stadt, um die letzten Kleinigkeiten zu besorgen, die auf Willow nützlich sein könnten. Letztes Jahr hatte ich keine Taschenlampe dabei und hab mir jede Nacht fast die Füße gebrochen, wenn ich über die früh zu Bett gehenden Schlafenden gestolpert bin. Die eben erstandene Sonnencrème soll darauf hinweisen, dass ich dem Sauwetter trotze. Hab schonmal Sonne bestellt, damit der Kauf nicht für die Katz war. Das tollste Stück ist nicht unbedingt notwendig für Willow, aber dafür umso mehr für jemanden, der aus Waldenbuch kommt. Ein T-Shirt im Secondhandladen zeigte sich von seiner Schokoladenseite und ist gleich in meinen Besitz übergewandert. Muss es gleich mal anziehen.
Für Montag muss ich mir noch etwas für "Soziales Lernen" überlegen. Es soll um "Körpersprache" gehen. Hmm, wenn ich's mir genau überlege... Ich muss mich glaub doch nicht so doll vorbereiten, sondern mich am Montag einfach vor die Klasse stellen. Die werden dann schon an meiner Körperhaltung merken, wie motiviert ich doch bin. Vor allem nach soooo einem Wochenende! Nämlich gar nicht.
Heute in der Schujle hab ich mir fast einen abgebrochen, als ich eine halbe DIN A4 Seite mit schönster Schreibschrift füllen musste. Die armen Kinder! Denen fällt das sicherlich noch schwerer als mir....

Mittwoch, Mai 04, 2005

Im Süden nichts Neues

Viel zu berichten gibt es nicht. Aber bevor mein Blog hier noch verstaubt, erzähl ich eben mal wieder aus meinem Leben. Momentan fiebere ich eigentlich nur den paar freien Tagen entgegen. Morgen ist es endlich geschafft - das Wochenende kann beginnen. Sonderlich erholsam wird es wahrscheinlich nicht, weil man auf Willow Freak erfahrungsgemäß ziemlich wenig und v.a. schlecht schläft und den ganzen Tagv Programm ist. Aber was zählt das schon... Es war meine freie Entscheidung, das WE nicht faulenzend im Bett, sondern aktiv in Siloah zu verbringen. Und darauf freue ich mich schon sehr - endlich wieder viele alte Gesichter sehen, plaudern, die in letzter Zeit eher vernachlässigte Zeit mit Gott verbringen, bei ihm auf dem Schoß sitzen, das ultimative Jesus Freak-Frühstück mit Rührei verspeisen, sich um die Mädelsduschen mit warmem Wasser schlagen, albern sein ohne aufzufallen usw. All das erwartet mich in den nächsten Tagen. Toll!
Allerdings muss ich mir das alles noch hart erarbeiten. Am Montag ist meine Mentorin nicht an der Schule, und das heißt für mich, dass ich den ganzen Tag unterrichten muss. Leider fehlt mir noch die Erfahrung und Übung, mir 5 Stunden aus dem Ärmel zu schütteln. Deshalb geht's morgen nochmal rund. 2 Stunden Deutsch, 2 Stunden soziales Lernen und 1 Stunde Mathe müssen noch vorbereitet werden. Gott sei Dank schockt mich das mittlerweile nicht mehr so, wie am Anfang des Referendariates. Danach noch schnell gepackt, das Auto geputzt (ich weiß, das macht man eigentlich erst nach Willow, aber im aktuelen Zustand möchte ich nicht mal Freaks eine Fahrt in meiner Kiste zumuten...) und los geht's.

Montag, Mai 02, 2005

Sonne satt!

Das sonnige Wetter dieses Wochenende hat meinem Gemüt richtig gut getan! Passend zum Wetter letzte Woche war auch meine Stimmungslage ziemlich weit unten angesiedelt und hat laut schreiend nach Besserung verlangt. Wollen wir hoffen, dass sich die Sonne nicht so schnell wieder verzieht! Vor allem, wenn ich an Willow Freak, den Leiterkongress der Jesus Freaks über Himmelfahrt denke, wird es mir schon etwas übel, wenn es kalt und regnerisch sein sollte... Das hatten wir erst letztes Jahr, und es war nicht sehr angenehm, im zugigen Pferdestall zu übernachten.
Gott sei Dank war gestern und heute an Regen gar nicht zu denken. Am Samstag lag ich mit drei anderen Freaks den ganzen Nachmittag in der Sonne an der Dreisam, danach waren wir beim Resteessen von Ärrens Party. Diese Stärkung war uns bei der nächtlichen Maifeierei von Nutzen... ;-))
Heute hat sich das Ganze wiederholt, allerdings mit Angi und nicht mit Fischer und Freddi. Im Schatten war es sehr angenehm und im Freakraum war es das erste Mal nicht schweinekalt, sondern erfrischend.
Leider hat dieses sonnige WE auch einen Haken... Ich hab nichts für die Schule gemacht und muss jetzt alles heute abend noch nachholen. Wirklich schade, wo das Wetter doch so zu einem Biergartenbesuch einlädt... Jetzt aber nicht lange drumrum geschwätzt, sondern ran an die Unterrichtsplanung.