Donnerstag, März 31, 2005

Tut wieder

... wenigstens so einigermaßen. Nachdem sich mein PC samt Internet verabschiedet hatte und der liebe Doktor Achim den Compi wieder hingekriegt hat, funktioniert jetzt auch mein Internet wieder. Dummerweise ist mein internes Modem flöten gegangen und das externe, das ich jetzt notgedrungen drangemacht hab, muss ich immer wieder neu aktivieren, aber besser so als gar nicht.
Momentan hab ich noch Ferien, und heute abend hab ich die mal wieder richtig genossen. Letztes Jahr während der ZUlassungsarbeit hab ich mich regelmäßig mit ner Freundin getroffen, um nur "mal kurz" alles durchzusprechen und um nebenher ne Flasche Wein zu leeren. Das war immer so erquickend fröhlich, dass wir dieses Ritual heute wieder aufgegriffen haben. WEin schmeckt gut und Lachen ist schließlich ja auch gesund ;-))
Mittlerweile ist es halb 3 und ich frag mich, ob die WElt morgen früh auch noch so rosig aussieht wie gerade eben... Für einen Kater dürfte es nicht reichen, aber gerade fit wie ein Turnschuh werd ich bestimmt auch nicht sein...
Am Samstag spielen Anton und die Wassermädels hier in Freiburg, und obwohl ich so poppiges Zeug eigentlich nicht so mag, freu ich mich schon auf einen Blödelabend. Zum Blödeln regt die Musik nämlich wirklich an. Und was ich auch sehr toll finde ist, dass es sich hierbei um ne christliche Band handelt und das Konzert in der StuSieBar stattfindet. Das ist ne Studentenkneipe mitten im Studentenviertel und meistens gut besucht. Wollen wir hoffen, dass Anton und seine Mädels nicht auf den Mund gefallen sind und was von dem Herrn der Herren erzählen!
Ansonsten fängt am Montag die Schule wieder an und ich bin schon wieder mittendrin in Stoffverteilungsplan schreiben und Unterricht virbereiten. Bis vor ein paar Jahren dachte ich immer, Lehrer hätten genauso viel Ferien wie Schüler... bin jetzt eines Besseren belehrt worden.
Vorhin war ich beim Rathaus, um mich hier endlich mal anzumelden. Hätte ich noch 3 Tage damit gewartet, hätte ich Strafe zahlen müssen - 60 Euro. Da ich aber noch rechtzeitig kam, dachten die sich wohl, dass ich das Geld jetzt für die Müllgebühr übrig hab. Dieser Preis ist echt kräftig gesalzen für die Tatsache, dass es sich doch nur um Müll handelt, also um Sachen, die keiner mehr braucht... über 80 Euro im Jahr für Wegwerfware...
So, Mädels and Jungs. Sleep well y buenas noches!

Samstag, März 26, 2005

Frohe Ostern!

Endlich mal wieder ein funktionierender PC!! Meiner ist nämlich an einem Virus erkrankt und fällt die nächsten paar Tage aus. Doktor Achim päppelt ihn über Ostern wieder auf. Hoffentlich mit ERfolg...
Ansonsten bin ich gerade bei meinen Eltern, um morgen meinen Onkel zu besuchen. Dann ist noch eine Woche frei, bevor die (olle) Schule wieder beginnt.
So. Und jetzt für jeden zum Mitschreiben: am 9. April ab 20h wird meine Wohnung eingeweiht. WEr kommen möchte und einen Schlafplatz braucht, der melde sich bei mir.

Montag, März 14, 2005

Zeitdruck

Momentan stehe ich ziemlich unter Zeitdruck und schreibe deshalb hier nicht viel rein. Es ist einfach unglaublich, wieviel Zeit für die Vorbereitung einer Unterrichtsstunde draufgeht! Bis Freitag und dann noch die Woche nach den Osterferien hab ich Praktikum, d.h., ich bin die ganze Woche an der Schule und nur ganz selten in Offenburg am Seminar. Von "oben" ist vorgegeben, dass ich nach dem Praktikum mindestens 50 gehaltene Stunden nachweisen muss, und um das auch zu schaffen, stehe ich jetzt fast jeden tag mindestens eine Stunde vor der Tafel. Für die morgige Tempelreinigung fehlt mir noch die zündende Idee - weiß von euch einer was und kann mir helfen?

Donnerstag, März 10, 2005

Geschafft!

Der erste Elternabend ist vorbei und ich muss sagen, dass es gar nicht soooo schlimm war. Das liegt mit Sicherheit an den netten Eltern, die einfach nicht andauernd Diskussionen entfachen und auch an der Klassenlehrerin, die es versteht, mit den Eltern umzugehen. Nach einer 3-stündigen Flut an Informationen bin ich dann wieder erst reichlich spät ins Bett gekommen, weiß jetzt aber immerhin, was mich als spätere KLassenlehrerin einmal erwartet. Es ist nicht auszudenken, was alles geplant und organisiert, erklärt und richtiggestellt werden muss...
Um den verpassten Schlaf etwas nachzuholen werde ich mich jetzt ein bisschen aufs Ohr legen, um für heute abend gerüstet zu sein. Da werde ich nämlich von einem Dozenten des Seminars interviewt. Ich hab keine Ahnung, was er von mir wissen will... Davor muss ich mir für den morgigen Schulgottesdienst noch die Geschichte selber erzählen, die ich dann den Kindern erzählen werde. Und damit es mir nicht langweilig wird, haben mich meine Lehrer mit Aufgaben versorgt, die ich unmöglich alle am Wochenende machen kann und somit schon heute anfangen muss.
Irgendwann heute sollte ich auch noch einen kleinen Bericht über meinen Job und mein Team auf Freakstock schreiben. Mannomann, die Zeit rennt wirklich... Freakstock steht schon fast wieder vor der Tür...

Mittwoch, März 09, 2005

Begeisterungsfähig

Nach einer durch Babysitten bedingt ziemlich kurzen Nacht hab ich heute meine erste Stunde in Anfangsunterricht gehalten. Das Thema der Stunde war die Einführung von P und R in Schreibschrift. Ich bin echt erstaunt, wie begeisterungsfähig Kinder auch heute noch sind! Mit einfachsten Mitteln wie zum Beispiel Dalli Click lassen sie sich hinreißen zu großen Augen, offenen Mündern und herzzerreißenden Kommentaren. Und das Beste ist, dass sie so gebannt waren von den beiden Buchstaben, dass sie sogar das übliche Gerede vergessen haben. Manche waren sogar so sehr in ihre Arbeit vertieft, dass sie den Gong am Ende der Stunde überhört haben.
Morgen machen wir die begonnene Stationenarbei fertig und ich bin gespannt, ob sie noch dieselbe Wirkung hat wie heute!
Am Freitag darf ich im Schulgottesdienst die Geschichte "Der Traum der drei Bäume" erzählen. Die Farbfolien, die ich dafür brauche, hab ich heute im Copy-Shop machen lassen und dabei einem sehr interessierten Mitarbeiter die komplette Geschichte erzählt. Darin geht es um drei Bäume, die sich wünschen, einmal eine große Schatztruhe zu werden, ein Schiff, das einen König befördert, und ein Baum zu bleiben, an dem die Menschen nach oben zu Gott schauen. Der eine wird dann verarbeitet zur Krippe, der wertvollsten Schatztruhe der WElt, der andere wird zum Schiff, das die Sturmstillung erlebt und der letzte Baum wird zu dem Kreuz verarbeitet, an dem Jesus gestorben ist - der wichtigste Fingerzeig in den Himmel. Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen hab, war ich genauso begeistert wie der Kopiermensch heute! Was es doch für Möglichkeiten gibt, im Alltag Zeugnis zu sein...
In 3 Stunden werde ich den ersten Elternabend meines Lebens erleben und ich bin jetzt schon gespannt, ob Elternarbeit wirklich so nervraubend ist, wie viele Lehrer immer wieder behaupten.

Sonntag, März 06, 2005

Angekommen

Dies wird der erste EIntrag, den ich in meiner neuen Wohnung verfasse. Nach einigem Hin und Her funktioniert jetzt auch mein Internet. Unpraktisch ist nur, dass ich immer Telefon UND Anrufbeantworter austecken muss, damit ich ins Netz komm.
Ansonsten sieht's hier fast schon wohnlich aus. Zusammen mit meinen Eltern hab ich am Donnerstag einen ganzen Bus voll Zeugs hierher gekarrt und es dann auch gleich ausgeladen. Am Freitag haben wir IKEA besucht und viele nette DInge mitgenommen. Dank Robert und Angi steht jetzt sogar mein Schrank und auch die Lampen sind aufgehäüngt. Dazu hab ich mir extra einen Schlagbohrer gekauft, der ganz schön viel Lärm machen kann.
Heute abend kommt die ausgeflogene Franz als Besuch zu den Freaks und ich freu mich schon drauf, sie wieder zu sehen!

Dienstag, März 01, 2005

Rotznase und Bazillenschleuder

Rotznase und Bazillenschleuder sind momentan wohl die Ausdrücke, die am besten auf mich zutreffen... Nachdem ich am Samstag auf der Hochzeit von Chris und Steffi nördlich von Giessen war und sich da schon ganz gewaltig eine Grippe angekündigt hat (ehrlicherweise war es schon am Freitag, aber da ich ja unbedingt auf die Hochzeit wollte, mach ich jetzt einfach Samstag draus...), lieg ich jetzt richtig flach. Seit dem gestrigen Arztbesuch nehm ich Antibiotikum und Schleimlöser usw. Das Gehuste geht jetzt irgendwie erst richtig los, und obwohl sich langsam alles löst, tut's ziemlich weh...
Das Dumme an der Sache ist, dass ich erst seit 3 Wochen im Ref bin. Macht bestimmt nicht so einen guten EIndruck, wenn ich jetzt schon 3 Tage krankgeschrieben bin. Bis Mittwoch darf ich daheim bleiben und mich von Hotel Mama verwöhnen lassen. Das nimmt am Donnerstag dann leider ein jähes Ende mit dem Umzug nach Hugstetten. Hoffentlich bin ich bis dahin wieder auf dem Damm!

Donnerstag, Februar 24, 2005

Wirf dein Herz voraus...

.... und spring hinterher. Dieses Sprichwort muss ich morgen früh glaub in die Tat umsetzen... Um 8.30h darf ich nämlich den Erstklässlern was übers verlorene Schaf erzählen. Bis vor ein paar Minuten saß ich noch am Schreibtisch, um zu planen, zu organisieren, zu malen, zu laminieren, wieder alles umzuschmeißen undundund. So ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis noch nicht, und angesichts dessen, dass ich mich an keine gelungene Relistunde erinnern kann, hab ich schon etwas Bammel.
Gott sei Dank sagt mir mein Herz, dass es den Kids etwas von Jesus erzählen will. Und so werfe ich es einfach voraus, spring hinterher und vertraue darauf, dass Gott mich vor einer Bruchlandung bewahrt ;-))

Montag, Februar 21, 2005

Wer suchet, der findet...

... das hab ich heute mal wieder erfahren. Meine Wohnungssuche hat nämlich ein Ende. Ab Anfang März werde ich in 68m² residieren, sogar mit Badewanne. Bin total happy, auch weil die Wohnung echt preiswert ist. Wann die Einweihungsfete steigen wird, ist noch nicht so sicher, muss schließlich erstmal einziehen. Aber das sollte eigentlich Mitte/ Ende März dann geschafft sein. Den genauen Termin werde ich natürlich bekanntgeben. Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass ganz viele Leute in meinem Ballsaal übernachten können. Dann fühl ich mich in meinem 30m²-Schlafzimmer wenigstens in einer Nacht nicht ganz so verlassen ;-)
Nachdem sich die Wohnunsfrage jetzt geklärt hat, kann ich volle Pulle im Ref loslegen. Am Freitag werde ich in der ersten Klasse ne Stunde zum verlorenen Schaf machen. Bin schon kräftig am Material sammeln, hab aber bisher noch kein Stoff-/ Plüschschaf auftreiben können. WEnn also jemand eins hat, dann würde ich das sehr gern ausleihen.
Ab morgen mittag wohn ich bei der lieben Nadja. Es ist einfach zu genial, eine so tolle Gemeinde zu haben!! Freiburger Freaks - ihr seid klasse!

Donnerstag, Februar 17, 2005

Wohnung

In der Wohnung, die ich gestern angeschaut hab, könnte ich mich durchaus wohlfühlen. 2 schöne Zimmer, Parkett, hell, Balkon, (hässliche) Einbauküche und eine große Badewanne. Da sie sich im 8. Stock befindet, hat man eine echt schöne Aussicht auf die Stadt, die Zähringer Burg, das Münster und den Schwarzwald. Meine "Konkurrenten" sind ein türkisches Ehepaar und eine Rentnerin. Auch wenn ich nix gegen alte Leute oder Türken habe - ich für meinen Teil würde eine Lehramtsanwärterin vorziehen...
Die Wohnung, die ich gerade angeschaut habe, gleicht fast einem Ballsaal... Falls ich sie bekommen sollte, müsste ich erstmal Möbel kaufen. Und das nicht zu knapp, denn für 2x30m² braucht man mehr als einen TIsch und 2 Stühle...
Ich fänd's furchtbar toll, wenn ich endlich ne Wohnung finden würde. Erstens, weil ich den Umzug endlich hinter mich bringen möchte und zweitens, weil ich nach dem WE bei Angi ausziehen muss. Ich bin davon überzeugt, dass sich mit Gebet da was machen lässt und fänd's deshalb toll, wenn ihr euch da etwas beteiligen könntet!

Mittwoch, Februar 16, 2005

Viel um die Ohren...

Au mann, jetzt beklagen sich die Leute schon, dass ich zu selten hier was reinschreib... Ich würde echt liebend gern mehr schreiben, aber ich bin momentan etwas überlastet. Gestern bin ich um 7 Uhr morgens in die Schule gefahren, in meiner Mittagspause dann 60km nach Offenburg ins Seminar und von dort aus dann fast direkt zum Babysitten. Heute sah's ähnlich aus - komm gerade vom Seminar und hab in ner halben Stunde einen Wohnungsbesichtigungstermin. Morgen und übermorgen muss ich wenigstens nicht nach Offenburg, das macht bei dem Scheißwetter einfach nicht sonderlich viel Spaß.
Obwohl mich das viele Neue ziemlich schafft und ich immer so früh raus muss, bin ich guter Dinge. Vor allem, nachdem ich jetzt weiß, dass das didaktische Begleitseinar zu Religion nicht so liberal sein wird, wie ich befürchtet hatte, sondern inhaltlich gut gefüllt ist. Der Mentorin scheint es wirklich am Herzen zu liegen, die Kinder mit Jesus bekanntzumachen.
So. Jetzt wird es höchste Zeit, mir die Wohnung anzuschauen!

Dienstag, Februar 08, 2005

Nachdem sich die letzten 3 Monate mittlerweile ein bisschen "gesetzt" haben, hab ich mir gedacht, dass ich euch ein bisschen erzählen könnte, wie's mir jetztso geht und was ich mitgenommen hab aus der Zeit.
ERstmal muss ich sagen, dass ich mich doch ziemlich schnell wieder an Deutschland gewöhnt habe. Erwartet hätte ich das nicht, weil der Lebensstil hier einfach nicht vergleichbar ist mit dem paraguayischen. In Südamerika gehen die Uhren anders, und das hat mir zumindest meistens sehr gefallen. Mittlerweile hab ich die deutsche Pünktlichkeit aber wieder schätzen gelernt und auch mit dem Organisatorischen hier hab ich mich wieder angefreundet. War zum Beispiel gerade auf dem Rathaus, um mein Zeugnis zum 1. Staatsexamen beglaubigen zu lassen - und... das Rathaus hatte tatsaächlich zu den angegebenen Zeiten offen und auch die zuständigen Personen waren im Haus. In Paraguay hätte ich unter Umständen mehrmals erscheinen müssen für meine 2 Stempel...
So langsam merke ich auch, was ich in Paraguay gelernt habe. Ein paar Tage, bevor ich geflogen bin, hat mich eine Freundin von den Freaks gefragt, was ich mir von Gott in der Zeit wünsche. Ich musste etwas überlegen, aber schließlich kam ich zu dem Schluss, dass ich eine Herausforderung will und lernen möchte, blindlings auf Gott zu vertrauen. Die Herausforderung hatte ich in jeglicher Hinsicht, angefangen bei fremder Sprache und absolut fremder Kultur. Und genau deshalb blieb mir nix anderes übrig, als zu vertrauen. Ich musste darauf vertrauen, dass Gott mir die spanische Sprache schenkt, dass er mir Leute an die Seite stellt, die sich um mich kümmern, die mir helfen.
An manchen Tagen hätte ich am liebsten alles hingeschmissen. Wie es im Leben halt so ist, treten auch manchmal Probleme auf, und dummerweise war ich manchmal auch noch selber dran schuld... Was ich dadu5rch gelernt habe, ist, mir das auch einzugestehen. Bisher hab ich eigentlich grundsätzlich die Schuld bei anderen gesucht, auch wenn es offensichtlich war, dass es MEIN Fehler war. Ich glaub echt, dass Gott da was verändert hat in mir und auch noch dran ist.
Ja, das war die eine Sache, die ich gelernt hab. Die andere ist, dass ich wirklich alles durch den kann, der mich mächtig macht. Jedes Mal, wenn ich irgendwie geknickt war, weil wieder irgendwas nicht geklappt hat, kam jemand und hat mir Phil 4,13 entweder auf nem Zettel in die Hand gedrückt oder mir den Vers ins Ohr geflüstert. Einmal bin ich sogar hinter nem Linienbus hergefahren, der den Spruch in der Rückscheibe hatte. TODO LO PUEDO EN CRISTO QUE ME FORTALECE! Ich kann alles durch Christus, der mich befähigt. Das ist einfach eine hammer
Zusage, find ich! Und man kann darauf vertrauen, dass es stimmt, weil Gott seine Zusagen/ Versprechen hält! Den Vers fand ich früher schon immer toll. Da kannte ich nur die Lutherübersetzung - Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht. Allerdings hab ich da immer als Erstes das ICH gesehen - ICH kann... Jetzt, nachdem ich die spanische Übersetzung kenne, fällt meine Auge immer mehr auf CHRISTUS, der mich befähigt. Ach, das ist einfach genial!
Während Paraguay hatte ich auch immer ein bisschen Bammel vor der Rückkehr - wird alles beim Alten sein? Bin ich in meiner Gemeinde noch daheim? usw. Gott sei Dank war diese Angst unbegründet! Ich bin wieder daheim in meinem Umfeld, in dem ich werkeln kann, in dem ich meine Freiräume hab und vor allem Freunde, die es immernoch sind!

Das Chaos mit meiner Wohnungssuche hat sich ziemlich gelichtet. Nachdem ich aus Verzweiflung fast einen Mietvertag für ein Zimmer ohne Küche und ohne Anschlüsse für Herd&Co unterschrieben hätte, hab ich jetzt eine 2-Zimmer-Wohnung an der Hand, die ich sehr gerne bewohnen würde. Sie liegt im schönsten (und leider auch teuersten) Stadtteil Freiburgs, nämlich in Herdern. Da ich ja sowieso ein Fahrradmuffel bin, kommt es mir auch gerade recht, dass sie ziemlich auf dem Berg liegt und ich mich somit nimmer rechtfertigen muss, wenn ich hauptsächlich mein Auto bemühe... Heute oder morgen ruft mich der Vermieter an, um mir hoffentlich zuzusagen. Wer das hier vorher noch liest, kann sich ja ins Gebet stürzen (bitte).
Momentan wohne ich noch bei Angi, und eben diese kommt bestimmt gleich vom Einkaufen zurück, um dann zu kochen...

Dienstag, Februar 01, 2005

Neuer Lebensabschnitt

Seit ein paar Minuten bin ich wieder vom Seminar Offenburg daheim und ich muss sagen, dass sich die Sache "Referendariat" auf der einen Seite ganz toll anhört - auf der anderen Seite warten glaub ich auch viele Herausforderungen und das ein oder andere Hindernis. Gott sei Dank sind mir auch gleich ein paar bekannte Gesichter über den Weg gelaufen, sodass ich nicht auf ganz verlorenem Posten stehe. Muss jetzt erstmal meine Unterlagen sortieren und noch ein bisschen Masterial im Internet suchen. Um 20h ist PH-Gottesdienst, und als alter PH-Hase muss ich da natürlich hin - auch, um meine alten Freunde wieder zu treffen.
Bisher hab ich leider noch keine Wohnung gefunden, und daher wäre es toll, wenn ihr dafür beten könntet!

Freitag, Januar 28, 2005

Kalt...

Hier ist es s...kalt! Hoffentlich gilt auch hier das Sprichwort, dass man sich an alles gewöhnt...
Meine Rückreise war angenehm bis anstrengend, und jetzt bin ich wieder gut gelandet und sogar schgon wieder im schönen Freiburg. War vorhin ne Wohnung in Gottenheim anschauen, die ich NICHT nehmen werde und setz mich gleich bei Katha an den gedeckten Abendessentisch. Und weil's Essen schon fertig ist nur schnell liebe Grüße an alle - Handy ist an ;-))

Samstag, Januar 22, 2005

Abschiedskrokodilstränen...

in Spätestens 2 Tagen werden die fließen, da bin ich mir sicher! Aber bevor ich von meinen Abschied rede, erzähl ich erstmalvon meinem etwas missglückten Brasilienurlaub. Eigentlich bin ich nach Brasilien gefahren, um dort nochmal was mit Robert zu machen und um ein paar Tage amStrand zu verbringen. Die Tage am Strand hatte ich - allerdings ohne Robert und statt Sonne hat sich Regen zu uns gesellt. Dauerregen. Und bei 26 Grad hat mein hitzeverwöhnter Körper gestreikt und ich hatte wieder Fieber. Robert war auch krank und konnte somit nicht an den Strand kommen. Das heißt also, dass ich mit mehr oder weniger fremden Leuten (ein Freund von Robert,den ich etwas kenne und seine komplette family) 4 Tage in einem Haus amStrand war und mich kaum verständigen konnte,weil die nur portugiesisch sprechen. ABer eine gute Sache hatte der Urlaub doch: ich hab die 24 Stunden am Terminal von Foz voll... Wir hatten auf der Hinfahrt eine Panne mit dem Bus und der Mechaniker hat ihn in Foz repariert. Und auf der Rückfahrt konnte ich einige Stunden deutsch reden (ich glaube, das war ganz gut - musste manchmal schon nach deutschen Wörtern suchen...). Neben mir saß nämlich eine brasilianische Mennonitin. Ihr Deutsch war abartig schlecht und mindestwens aus dem Mittelalter... An der Grenze hatte ich dann etwas Probleme mit meinem Pass,weil ich auf der Hinfahrt die Ausreise aus PY verpennt habe und mir somit der Ausreisestempel fehlt. Bei der Rückreise wollten sie mich deshalb erst nicht wieder einreisen lassen, aber nach einer Stunde und gutem Zureden auf spanisch ham se mich dann ziehen lassen.Uff! Insgesamt hatten wir dann etwa 3 Stunden Verspätung und ich somit 3 Stunden weniger Zeit, um das Festchen für abends vorzubereiten. Hat aber dann doch noch alles gut geklappt und wir konnten ein bisschen Geburtstag feiern. Das ist schon komisch - jetzt hab ich seit 25 Jahren im Januar Geburtstag und immer war's kalt. Nur dieses Jahr nicht... Wir saßen bei etwa 40 Grad im Garten und ham geschwitzt ;-))
So langsam sollte ich wieder runter - die Mädels kommen auch gleich aus dem Urlaub zurück und dann gibt's auch schon bald Essen. Ich weiß nicht, ob ich hier in PY nochmal Tagebuch schreiben werde, aber in Deutschland fann auf alle Fälle!

Samstag, Januar 15, 2005

14 de enero de 2005

Es gibt gute und weniger gute Nachrichten. Die gute ist, dass ich wieder auf dem Damm binund nur noch etwas schlapp, die weniger gute ist, dass jetzt 2 Mädels Fieber haben und weitere über Kopfschmerzen klagen. Morgen wollen wir Carolinas Geburtstag feiern, aber wenn so viele krank sind, dann geht das nicht. Falls ihr das vorher lesen slltetdann betet doch bitte dafür, dass alle gesund werden. Für Carolwäre es absolut enttäuschend, wenn wir die Feier verlegen müssten. Danke und gute Nacht...

Donnerstag, Januar 13, 2005

13 de enero de 2005

Nachdem ich meiner Oma gestern am frühen Abend am Telefon noch versichert hatte, dass es mir gut geht und ich gesund bin, hatte ich so gegen 19h Fieber. Zwar nur 38,3 Grad, aber trotzdem blöd (Wer meine Oma kennt - sie muss das nicht unbedingt wissen...). Musste abends noch bei Marta vorbei, um ihr was zu bringen, und vorher bin ich noch schnell bei Alvaro vorbei, um mit ihm ne Uhrzeit auszumachen, wann wir heute zum Terminal fahren, um mein Ticket nach Curitiba zu kaufen. Kurzentschlossen wie er ist, kam er gleich mit zu Marta. Das war auch gut so, weil ich auf dem Rückweg nicht einmal meinen kleinen Zeh bewegen konnte, ohne Schweißausbrüche zu bekommen. Alvaro hat mir angeboten, mich erstmal bei ihm daheim auszuruhen, und bei dieser Gelegenheit hab ich dann nochmal Fieber gemessen - 39,5... Seine Mutter wollte mich dann gleich mit Antibiotikum vollstopfen, aber mit einiger Überredungskunst ist es mir gelungen, mit ner Paracetamol wegzukommen. Hab dann erstmal ein gutes Stündchen geschlafen und mich dann heimbringen lassen. Nach gut 11 Stunden Schlaf ging's mir heute morgen eigentlich ganz gut, das Fieber war keins mehr. Aber nachdem ich dann vorhin in der Mittagspause über 3 Stunden am Terminal rumgehetzt bin, um eine Fahrkarte zu ergattern, hat's mich wieder etwas erwischt. Immerhin hab ich jetzt einen Platz im Cochecama (Schlafbus) und werde ab Montag eine knappe Woche in Curitiba sein. Wollen wir hoffen, dass ich mich bis dahin wieder völlig berappelt hab.
Ich werde am Freitag, den 21.1. wieder in Asunción sein - wer mich also anrufen möchte oder gar vorbeikommen ;-), der kann das tun. telefon ist unter Email zu erfragen oder bei Angi von den Freax oder bei meinen Eltern. Weiß nicht so recht, ob ich die Nummer einfach soins Netz setzen kann...
So. Werd jetzt mal schauen, was sich aus dem Kühlschrank noch zu dem Apfel gesellen könnte, den ich heute verspeist hab.

Dienstag, Januar 11, 2005

10 de enero de 2005

So. Am besten fang ich mit dem an, was gestern so war. In allererster Linie war mal Carolinas 15. Geburtstag. Wir haben erstmal nur "normal" gefeiert, die richtige Fete steigt nächsten Samstag in den Gemeinderäumen. Nach dem Frühstück haben wir alle einen Ausflug gemacht nach San Bernardino, einem (Nobel-)Vorort von Asunción. Dort gibt es einen See, der um einiges schöner wäre, wenn nicht soviele Leute drin rumspringen würden... Aber was will man machen, der See ist halt DER Ort, an den man geht, wenn man was auf sich hält und wenn man sich zeigen möchte. Das Wasser war p...warm und es hat mich somit nicht sonderlich gereizt, mich ins Nass zu stürzen. Stattdessen hab ich mich aufs Handtuch gesetzt, gelesen, den anderen beim Planschen zugesehen und mir ein bisschen den Rücken verbrannt. Tut jetzt schon nimmer weh, sieht nur blöd aus.
Gegen 15h sind wir wieder heimgefahren, um vor dem Gottesdienst noch die Torte essen zu können, die Nati, Christiane und ich in Teamarbeit fabriziert hatten. Obwohl etwa 500 Gramm Dulce de leche als Kuvertüre drauf waren, konnte man sie gut essen. Wäre es nicht ein deutsch-paraguayischer Tortenverschnitt gewesen, sondern eine rein paraguayische, hätte ich wahrscheinlich ablehnen müssen. Torten scheinen hier nämlich nur aus Sahne zu bestehen.
Abends war ich dann im Gottesdienst. Ich hab mich dazu entschlossen, die restliche Zeit in die Gemeinde von San Lorenzo zu gehen, weil ich dort einfach mehr mitnehmen kann. Schon auf der Busfahrt dorthin hat es angefangen wie aus Kannen zu schütten und zu gewittern. Da hier das Stromnetz nicht wirklich überzeugt, hatten wir auch schon nach 10 Minuten Godi sozusagen Stromausfall. Die komplette Technik samt Mikro hat sich verabschiedet, nur das Notlicht ging noch. Und da der Regen um einiges lauter aufs WEllblechdach klatschte, als der Pastor sprechen konnte, wurde der Godi kurzerhand unter die Empore verlegt. Da saßen wir nun dicht an dicht und bekamen ab und zu große Wasserklatscher irgendwohin, weil der Regen undichte Stellen entdeckt hatte. Nach diesem Gottesdienst gestern hab ich mich mal wieder gefragt, wie das bei uns in Deutschland abgelaufen wäre. Wir wären wahrscheinlich im Viereck gesprungen und hätten uns mehr um unser Essen, die Instrumente, Boxen usw gekümmert als um das, was Gott uns sagen möchte.
Heute war ein komischer Tag. Ich hab mir glaub mal wieder was eingefangen oder zumindest mal was Falsches gegessen und dazu Kopfweh. Mein Magen rumort, mein Kreislauf schlägt Kapriolen und mein Kopf tut weh. Hab in der Mittagspause statt der geplanten 1,5 Stunden satte 2,75 Stunden geratzt. Irgendwas stimmt da nicht. Nach einem Teller Haferschleim geht's meinem Magen jetzt etwas besser und ich bin guter Hoffnung, dass es morgen weg ist.
Ach ja, gestern hab ich mit Alvaro ausgemacht, dass wir zusammen mit seiner Schwester nach Encarnación fahren und dort die Jesuitenstädte anzuschauen. Nachdem mir Robert aber nochmal ne Mail mit Einladung nach Curitiba geschickt hat, bin ich mir wieder nicht mehr so sicher, wohin ich will. Mit Alvaro wegzufahren ist vielleicht etwas riskant, schließlich hat er immernoch Interesse an mir. Ihm abzusagen und dann alleine nach Encarnación zu fahren ist gemein und macht keinen Spaß. Alleine nach Curitiba zu fahren macht auch keinen Spaß, aber die Leute dort wieder zu sehen, das schon. Dummerweise verpass ich dann aber die Jesuitenstädte um Encarnación. Ohhh, was mach ich nur?! Hätte ich doch nur etwas mehr Zeit und mehr Kohle, dann wär das alles ganz einfach! Wenn jemand ne Läsung weiß - ich höre.

Freitag, Januar 07, 2005

7 de enero de 2005

Gestern und heute war und ist das Klima für europäische Reigschmeggde ungeheuerlich unangenehm! Jens hat etwas um die 80% Luftfeuchtigkeit vermutet, und auch wenn es dazu "nur" 35 Grad hat,ist es ziemlich unangenehm und vor allem wasserlassend...
Trotz der widrigen Umstände hab ich mich heute in der Mittagspause in die größte Hitze gewagt. Allerdings nur, weil ich das Auto haben konnte. Bin mit Aurora zum Real gefahren, um ein Geburtstagsgeschenk für Carolina zu kaufen. Sie wird am Sonntag 15 Jahre alt, und das ist hier etwa so wichtig wie bei uns der 18. Geburtstag. Obwohl ich dem Typen, der das rosa T-Shirt (hach, wie schön!!) als Geschenk verpacken sollte, gesagt hab,dass es sich um ein Mädchen handelt, hat er es in grünes Rennautopapier eingewickelt... Jetzt muss ich es wieder auspacken und neues Papier suchen.
Die Mädels sind mit Jens und Christiane gerade im Schwimmkurs. WEnn wir am Sonntag einen Ausflug mit Schwimmgelegenheit machen, können sie mir gleich zeigen, was sie schon alles gelernt haben.
Vom 16.-22.1. sind die Mädels weg und auch Christiane und Jens fahren in Urlaub. Für mich heißt das, dass ich entweder aeine Woche alleine im Haus bleibe oder nochmal wo hinfahre. Bisher hab ich mich noch zu nix entschlossen - alleine im Haus ist blöd und alleine irgendwohinfahren auch. Auroras Freundin könnte mich bei ihrer Arbeit mit Drogis gebrauchen, auch das ist noch eine Option. Irgendwie ist das blöd, wenn man gerade aus dem Urlaub kommt und dann glech erfährt, dass man schon wieder weg soll. Hmmm. Vielleicht find ich ja jemanden,der mit mir für 2 Tage in die Nähe von Encarnación fährt, um dort Jesuitenstädte anzuschauen. Denjenigen müsste ich dann allerdings einladen... Oder ich fahr nochmal nach Brasilien zu Robert. Mal sehen. Ihr könnt ja mit dafür beten, dass ich die richtige Entscheidung treffe. Ob ich an meinem Geburtstag zu erreichen bin, ist also noch nicht ganz sicher... ;-))

Dienstag, Januar 04, 2005

Ich bin wieder hier, in meinem Revier...

Nach 14 Stunden Busfahrt hat mich Asunción wieder. Aber jetzt erstmal der Reihe nach. Unser erstes Vorhaben, nämlich nach Foz do Iguazu zu kommen, hat tatsächlich geklappt. Nach etwa 5 Stunden Fahrt hat uns der Reisebus am Busbahnhof (Rodoviaria auf portugiesisch) abgesetzt. Robert hatte mit unserer Übernachtungsgelegenheit ausgemacht, dass wir uns mittags melden, um einen Treffpunkt auszumachen. Aber da wir um diese Zeit noch im Bus saßen und Roberts Handy nicht ging, konnten wir erst so gegen 14h anrufen und ham leider niemanden erreicht. Ich weiß nicht, wie oft Robert dort angerufen hat - jedenfalls so häufig, dass er mir die elendslange Nummer irgendwann auswendig aufgesagt hat. Nach etwa 4 Stunden warten und anrufen und warten und anrufen und warten und.... haben wir uns entschlossen, erstmal ein Bierchen zu zischen. Bei dieser Aktion hab ich erfahren, dass man in Brasilien nicht ein oder zwei Bierchen trinkt, sondern wenn, dann gleich richtig. Alles, was außer uns noch auf den wackeligen Gartenstühlen saß, war schon richtig durch. Und das so gegen 17h.... Mein Wunsch, mir das nur von Weitem anschaen zu müssen, wurde leider nicht erfüllt. Aber über dieses hochinteressante Gespräch will ich keine Worte mehr verlieren.
Nachdem wir das Spielchen mit warten und anrufen noch einige Male durchgespielt hatten, haben wir uns dazu entschlossen, vorsichtshalber ein Zimmer zu nehmen. Für insgesamt 25 Real sind wir in einem "Hotel" abgestiegen, das sich in Deutschland wohl mindestens am Rande eines Rotlichtviertels befinden würde. Zumindest waren die Matratzen nicht dafür geschaffen, eine ganze Nacht auf ihnen zu verbringen... Auch mit zwei Matratzen hatten wir morgens das Muster des Bettrostes auf dem Hintern...
Nachdem wir auch am Morgen mit der Telefoniererei keinen ERfolg hatten, sind wir auf die argentinische Seite der Wasserfälle gegangen. Diese atembereaubende Schönheit lässt sich nicht in Worte fassen! Mein letzter Eintrag hatte den Titel "Gewaltige Wasser, endloses Meer" - vielleicht konnten meine Fotos wenigstens einen Teil der überwältigenden Schöpfung erfassen.
Irgendwo ist uns ein junger Mann mit christlichem T-Shirt über den Weg gelaufen, und irgendwie hatte ich Lust, ihn anzusprechen. Nach ein bisschen Geplänkel hat er uns in seine Gemeinde eingeladen, am selben abend um 19.30h. Nachdem wir erstmal im falschen Bus saßen, sind wir etwa 20 Minuten zur Gemeinde gelaufen um dann dort festzustellen, dass der Godi doch erst um 8 anfängt. Da unser Gepäck aber noch am Busbahnhof in Foz, also in Brasilien, war, und das Gepäckaufbewahrungsdings um 22.30h brasiloianischer Zeit schließt, mussten wir um 20.30h schon wieder gehen. Derjenige, der uns eingeladen hatte, war gar nicht da. Dafür aber ein Freund von ihm, der uns so begrüßte, als ob wir uns schon seit Jahren kennen würden.
Nach einem sehr schönen und umwerfenden Tag haben wir es doch tatsächlich geschafft, uns abends mit Junior, Roberts Übernachtungsgelegenheit, zu treffen. Allerdings mussten wir mal wieder warten. Insgesamt waren wir somit 22,5 Stunden an der Rodaviaria von Foz...
Auch die brasilianische Seite der Wasserfälle ist schön, aber viel teurer und viel kleiner. Da merkt man einfach, dass man sich in touristischen Gefilden aufhält.
Am 29.12. sind wir dann mit dem Bus weitere 10 Stunden nach Curitiba gefahren, um dort Silvester zu verbringen. Eigentlich hieß es, dass wir das Auto von Roberts Chefs bekommen können, um über den Jahreswechsel an den Strand zu fahren, aber da unser Urlaub ja bisher nur mit Durcheinander und Pläne über den Haufen schmeißen gekennzeichnet war, hat es uns auch nicht weiter gewundert, dass wir das Auto doch nicht haben konnten. Eine weitere Möglichkeit, an den Strand zu kommen, war, eine Bekannte von Robert anzurufen und zu fragen, ob sie uns abholen können. Hat sich auch ziemlich schnell erledigt, weil deren Handy nämlich nicht mit an den Strand gefahren ist. So haben wir Silvester mit der Familie der Freundin eines Freundes von Robert verbracht. In einem Nobelviertel von Curitiba im 25.Stock oder so. Die ham so wahnsinnig viel Kohle, da kann ich nur mit den Ohren schlackern. In jedem Schlafzimmer ist ein eigenes Bad mit Marmorfließen und in Gold eingefassten Lichtschaltern usw. Robert hat sich mal erkundigt, was die Wohnung gekostet hat - Leute, ihr müsst nur ein bisschen sparen, dann könnt ihr euch auch sowas in Brasilien kaufen!! Mit 74000 Euro seid ihr dabei! Das ist kein Witz!
Am nächsten Tag hab ich eine seeeehr coole Heavymetal-Gemeinde kennengelernt, die durchaus mit den Freaks zu vergleichen ist. 2 Bands aus der Gemeinde wollen aufs Freakstock - hab gleich mal den Kontakt hergestellt.
Nachdem der Bus nach Asunción über eine Stunde Verspätung hatte, hab ich meine 24 Stunden auf Busbahnhöfen jetzt voll. Auch eine Art von Rekord...
Dieser Urlaub war wirklich gespickt mit Kuriositäten und außerordentlich viel Chaos. Aber dafür auch mit sehr vielen tollen Leuten, viiiiiieeel Natur (Regenwald!!!) und viel Segen! Kann das hier gar nicht alles schreiben, muss mich erst sortieren. und deshalb genug für heute.